Willkommen bei unserem großen Tonabnehmer Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Tonabnehmer. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Tonabnehmer zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber.
Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Tonabnehmer kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Funktion eines Tonabnehmers, oft auch Plattennadel genannt, besteht daraus, die Schwingungen in den Rillen der Platte aufzunehmen, um Klänge zu erzeugen.
  • Es gibt zwei unterschiedliche Tonabnehmer-Abtastsysteme. Das am weit verbreitetste Tonabnehmersystem wird MM (Moving Magnet) genannt, gefolgt vom MC System (Moving Coil).
  • Bei dem Schliff der Plattennadel wird zwischen sphärisch geschliffenen Nadeln und elliptisch geschliffenen Nadeln unterschieden.

Tonabnehmer Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Tonabnehmer mit ausgewogenem Klangbild

Sorgfältige Montage und etwas Einspielzeit vorausgesetzt,erzeugt dieser Tonabnehmer ein durchweg ausgewogenes Klangbild, dass man in dieser Preisklasse nicht erwarten würde.

1,5 – 2,5 Gramm. Die Auflagekraft von zirka 2 Gramm kann dafür sorgen, dass die Nadel gut auf der Platte liegt und auch kleiner Kratzer in der Platte gut wegbügelt. Vor Allem für Singles und LP’s ist diese Auflagekraft ideal.

Der Audio Technica AT91B Tonabnehmer hat mit 3,5 mV eine relativ hohe Ausgangsspannung. Die runde Nadel hat zwar nicht das Auflösevermögen wie ein AT95E, sie tastet aber sauber und ohne
Zischeln ab.

Feine Kratzer werden Dank des konischen/ sphärischen Schliffs gar nicht erst abgetastet und sind somit auch nicht zu hören. Bei dem richtigen Auflagegewicht ist und bleibt die Nadel außerdem sehr spurtreu.

Der beste auch für ältere Laufwerke geeignete Tonabnehmer

Die wohl beliebtesten Modelle von Ortofon sind jene der Ortofon 2M-Serie.

Diese MM-Systeme sind für neue wie auch ältere Laufwerke geeignet und liefern ein neutrales und lebendiges Klangbild. Der Klang ist super, klare Höhen und sattere Bässe. Er präsentiert sowohl die Wärme als auch die Dynamik der Aufnahmen exzellent.

1,6 – 2,0 Gramm. Je nach Richtwert des Herstellers sollte man versuchen, sich in diesem Bereich einzupegeln und nicht am Auflagedruck herumexperimentieren, da sonst die Nadel oder aber auch die Platte Schaden nehmen könnten.

Die Ausgangsspannung ist mit 5,5 mV hoch. Der Ortofon 2M Red ist praxisgerecht elektrisch und mechanisch ausgelegt. Durch seine hohe Ausgangsspannung ist er einsetzbar mit allen gängigen Plattenspielern und Tonarmen, sowie MM-Phono-Vorverstärkern.

Die elliptische Nadel bietet einen besonders guten Griff in der Plattenrille und behält, bei richtiger Justierung, eine gute Festigkeit und Geradlinigkeit in dieser. Im Falle einer defekten oder abgenutzten Nadel kann man auch eine Ersatznadel sehr einfach austauschen.

Der beste klassische Tonabnehmer

Als legendären Klassiker unter den Tonabnehmern gilt der Audio Technica AT95EBL. Die von dem AT95 gespielte Musik wirkt ausgesprochen stimmig und ausgewogen.

Er liefert einen gefälligen, runden Sound, vor allem bei den Musikgenres Rock und Pop. Mit der Plattenspielernadel des Tonabnehmersystems von Audio Technica AT95EBL hast du ein unverfälschtes Klangerlebnis.

Wie bei allen anderen Tonabnehmern gilt natürlich die sorgfältige Justierung, sonst verschenkst du extrem viel Potential. Wenn dir dies gelingt, erhälst du ein sattes, super-dynamisches Klangbild, klare Höhen und schönen, differenzierten Bass. Von Dumpfheit ist dabei keine Spur.

Die Herstellerspezifikation von 1,5 – 2,5g Auflagedruck sollte möglichst nicht unter- oder überschritten werden. Ratsam ist es allerdings immer, den Druck im höheren Bereich einzustellen, da dies weniger schädlich für die Platte ist, da die Nadel nicht so leicht aus der Rille rutschen kann.

Allerdings sollte man sich für diesen Fall zeitnah eine Ersatznadel anschaffen, da der Verschleiß durch den höheren Auflagedruck größer ist. Positiv ist auch die, durch den hohen Auflagedruck entstehende, geringere Abtastverzerrung des Plattenspielersystems.

Mit 3,5 mV bietet dieser Tonabnehmer eine angenehm hohe Ausgangsspannung. Kompatibel ist dieser Tonabnehmer mit den meisten Tonarmen (leicht bis mittelschwer) und diversen Phono-Vorstufen. Die elliptisch geschliffenen (teureren) Nadeln schöpfen aus den Platten das beste Klangpotential heraus, verschleißen aber das Vinyl mehr.

Eine sphärische Nadel hat den Nachteil, dass sie sich schnell in der Rille verkanten kann. Je kleiner die Abmessung der Nadel längs zur Rille, desto exakter kann die Nadel der Rille folgen. Aus diesem Grund gibt es elliptische Nadelschliffe.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Tonabnehmer kaufst

Wie funktionieren Tonabnehmer?

Der Tonabnehmer ist eine am Tonarm montierte Baugruppe beim Plattenspieler, bestehend aus Abtastnadel, Nadelträger, Wandler und Gehäuse.

Die Schwingungen, die der Tonabnehmer aufnimmt, wandelt er in elektrische Signale bzw. elektrische Spannung um. Diese Spannung wird an den Plattenspieler weitergeleitet und dort umgewandelt, um als Ton wiedergegeben zu werden. Hierbei ist die Nadel, die in den Rillen fährt, der kleinste Teil des Tonabnehmers. Dieser besteht außerdem aus einem Wandler, einem Nadelträger und einem Gehäuse.

Die Abtastnadel ist meist aus Diamant gefertigt, es gibt aber auch Modelle aus Saphir oder Rubin. Die verschiedenen Materialien der Nadel unterscheiden sich in ihrer Langlebigkeit.

Die Verbindung zum Tonarm kann auf verschiedene Arten realisiert werden. Abhängig vom Typ des Tonabnehmers. Hier unterscheidet man in Varianten, die mithilfe eines Bauteils namens Headshell befestigt werden. Vier Stifte sorgen für die Signalübertragung, während der Kopf selbst mit zwei Schrauben am Tonarm gehalten wird.

Wie justiere ich den Tonabnehmer?

Die meisten Plattenspieler werden heute mit einem vormontierten Tonarm, Headshell und Tonabnehmer ausgeliefert. Ist das bei Dir nicht der Fall, musst du den Tonabnehmer justieren und auf seine Position bringen.

Als Erstes bringst du ihn am Headshell, den Kopf des Tonarms an. Die Schrauben brauchst du nur leicht anzuziehen, da wir den Tonabnehmer später noch genauer am Plattenspieler einstellen.

Jetzt steckst du die Kabel an die Anschlussstifte des Tonarms, um eine elektronische Verbindung zwischen den beiden Komponenten herzustellen. Im nächsten Schritt kannst du schon das Auflagegewicht am Plattenspieler einstellen.

Dies geht einfach per Hand oder unter Zuhilfenahme einer Waage. Zunächst nimmst du den Tonarmlift herunter und stellst das Anti-Skating am Tonarm auf Null. Danach balancierst du das Gewicht so aus, dass der Tonarm frei in der Luft schwingt. Über eine Skala kannst du jetzt das korrekte Auflagegewicht am Plattenspieler einstellen.

Damit die Nadel im optimalen Winkel zur Schallplatten-Rille steht, ist es jetzt an der Zeit den Tonabnehmer zu justieren. Dafür greifst du auf eine Einstellschablone zurück, um den Überhang am Tonabnehmer einzustellen.

Tobi DeckertExperte für Musikequipment

„Neben klarerweise dem Klang solltet ihr beim Tonabnehmer auch auf seine robuste Bauart achten. Gerade bei Partys kommt es immer mal wieder vor, dass sich die Gäste als Scratchhelden behaupten müssen und da hilft das beste System nichts, wenn es sofort zu Bruch geht.“

Die Justierschablone liegt den meisten Plattenspielern bereits bei. Jetzt verschiebst du den Tonabnehmer soweit in der Headshell-Fassung, bis die Nadel auf die beiden Markierungen auf der Schablone trifft. Nun kannst du auch die Schrauben festdrehen.

Das Anti-Skating wirkt der Kraft entgegen, die versucht, den Tonarm nach innen zu ziehen. Die meisten Tonarme bieten eine entsprechende Vorrichtung, um der Auflagekraft entgegenzuwirken. Den einzustellenden Wert kannst du wieder der Anleitung deines Plattenspielers entnehmen.

Für den Start machst du nichts verkehrt, wenn du das Anti-Skating dem Gegengewicht anpasst. Beträgt die Auflagekraft einen Wert von 1,75, kannst du diesen auch für die Anti-Skating-Einrichtung einstellen. Von hier aus setzt du den Wert in kleinen Abständen herab. Die Anti-Skating-Kraft sollte nicht höher als die des Gegengewichts sein. Die Nadel-Spitze soll am Ende perfekt in der Plattenrille sitzen.

Im letzten Schritt solltest du die Höhe des Tonarms am Plattenspieler einstellen. Wenn die Nadel in der Rille liegt, muss sich der Tonarm waagerecht über der Schallplatte befinden.

Welche Plattennadel ist die richtige für mich?

Die Nadel ist das einzige Bestandteil des Tonabnehmers, welches im direkten Kontakt mit der Schallplatte steht, um die Spur in der Rille der Platte abzutasten. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Arten von Nadeln. Die spährisch geschliffenen Nadeln laufen spitz zu und liegen damit tiefer in der Rille.

Somit wird die Gefahr, aus der Rille zu springen, minimiert. durch diese Eigenschaften ist dieser Nadeltyp bei DJs besonders weit verbreitet, da sie für das „Scratchen“ sehr gut geeignet sind. Als Nachteil ist anzuführen, dass die sphärisch geschliffenen Nadeln in den Höhen Probleme haben, einen sauberen Klang zu produzieren.

Für eine elliptisch geschliffene Nadel solltest du dich entscheiden, wenn es dir hauptsächlich um die Klangqualität geht. durch einen etwas stumpferen Schliff kann die Nadel jede Tiefe, Mitte und Höhe bestmöglich abtasten. Aus diesem Grund sind sie weniger für DJs, dafür umso mehr für Genießer geeignet. Diese Art von Nadel sind durch den aufwendigeren Schleifprozess teurer.

foco

Wusstest du, dass die Nadel des Tonabnehmers die die Bewegung der mechanischen Schallwellen imitieren?

Der Tonabnehmer erzeugt die gleichen Bewegungen der Luftmoleküle, die von Schallwellen erzeugt werden. Deshlab, kannst du auch ganz leise höhren, was auf der Schallplatte ist, wenn die Lautstärke des Verstärkers auf die leiseste Stufe gestellt ist.

Näheres dazu kannst du weiter unten unter „Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Tonabnehmer vergleichen und bewerten“ nachlesen.

Wo kann ich Tonabnehmer für Plattenspieler kaufen und was kosten sie?

Bei folgenden Shops wirst du bei der Suche nach einem guten Tonabnehmer für deinen Plattenspieler auf jeden Fall fündig:

  • ebay.de
  • amazon.de
  • conrad.de
  • Media Markt
  • Saturn
  • Thomann

Die Preisspanne ist für dieses kleine Gerät wirklich enorm. du bekommst Tonabnehmer bereits ab ca. 30 Euro, kannst aber für einen High-End Tonabnehmer über 1000 Euro bezahlen.

Natürlich sollte man sich bei solch einem stattlichen Preis wirklich fragen, ob es nicht vielleicht auch kostengünstigere dupes gibt, die genau denselben Job erledigen, zum restlichen Setup passen und dir den Klang bieten, den du dir wünschst. Kleine Faustregel: Gib in etwa ein Zehntel von dem Preis deines Plattenspielers für den Tonabnehmer aus.

Tonabnehmer-Art Preis
MM-Tonabnehmer ab 30 €
MC-Tonabnehmer ab 200 €
Piezo-Tonabnehmer ab 10 €

Entscheidung: Welche Arten von Tonabnehmer gibt es und welche ist die richtige für dich?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die elektrische Spannung erzeugt werden kann, die dann über den Tonarm an das Gerät übertragen wird. Man kann zwischen drei verschiedenen Arten von Abtastsystemen bei Tonabnehmern unterscheiden.

  • Elektromagnetischer Wandler MM
  • Elektrodynamischer Wandler MC
  • Piezoelektrischer Wandler

Was zeichnet den elektromagnetischen Wandler aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Das MM steht für Moving Magnet und bezeichnet die am weit verbreitetsten Tonabnehmer. Diese Abnehmer sind in der Produktion recht günstig und bieten den Vorteil, dass die Nadel einzeln ausgetauscht werden kann, sodass nicht gleich der ganze Tonabnehmer ausgetauscht werden muss.

Im Wandler wird ein kleines Eisenteil in der Nähe von kleinen Spulen mit Eisenkern bewegt. durch die Bewegungen und Abstandsänderungen wird in den Spulen eine Spannung erzeugt.

Vorteile
  • Nadel kann ausgetauscht werden
  • Preisgünstig
  • Hohe Ausgangsspannung
Nachteile
  • Störanfälligkeit
  • Fehlende Passgenauigkeit durch wechselbare Nadel

MM Abnehmer können zwar eine höhere Signalspannung erzeugen als andere Systeme, neigen aber manchmal zu Verzerrungen. Zu beachten ist außerdem, dass Plattenspieler mit MM System einen Vorverstärker benötigen.

Was zeichnet den elektrodynamischen Wandler (MC) aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Elektrodynamische Tonabnehmer verwenden bewegte Spulen, wobei MC hierbei für Moving Coil steht. Dieses Abtastsystem definiert sich durch die Spulen, die in einem möglichst stabilen Magnetfeld bewegt werden.

Man unterscheidet bei den MC-Systemen zwischen „Low Output“ (um 0,5 mV), „Medium Output“ (um 1 mV) und „High Output“ (2 mV und mehr). Mit Ausnahme des High Output Systems erfordern alle MC-Abnehmer einen Vorverstärker. Die Nadel selbst zu tauschen ist, bis auf wenige Systeme, nicht möglich. Einige Hersteller bieten allerdings Austauschprogramme an.

Vorteile
  • Geringe Störanfälligkeit
  • Große Auswahl an verschiedenen Systemen
Nachteile
  • Kein auswechselbarer Nadelträger
  • Teurer

Fast alle MC-Abnehmer erfordern einen empfindlichen Vorverstärker oder einen Anpassungstransformator vor dem Entzerrungsvorverstärker. Auch hier wird wie beim MM die Signalspannung elektromagnetisch erzeugt.

Beim MC-System wird eine fest mit der Nadel verbundene Spule in einem Magnetfeld bewegt. Bei MM-Systemen bewegt sich der Magnet selbst. MC-Systeme findet man vor allem im High-End-Bereich, da man meist den ganzen Tonabnehmer tauschen muss und das kostenintensiv werden kann. Dafür liefern die MC-Tonabnehmer einen qualitativ hochwertigeren Klang.

Was zeichnet den Piezoelektrischen Wandler (MC) aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Hier erzeugen piezoelektrische Keramikstreifen die Signalspannung. du benötigst für diesen Wandler keinen Vorverstärker. Dieses System wird meist nur bei sehr niedrigpreisigen Plattenspielern benutzt, da der Tonabnehmer das Abspielen durch Eigenresonanz beeinflusst.

Vorteile
  • Günstig
  • Kein Vorverstärker nötig
Nachteile
  • Resonanz des Abnehmers beeinflusst Klang

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Tonabnehmer vergleichen und bewerten

Nun hast du dir bereits einen Überblick über Tonabnehmer verschafft. Damit wäre es an der Zeit noch einige weitere Kaufkriterien zu begutachten, damit du auch nichts bei deiner Entscheidung vergisst.

Folgende Faktoren sollen im nächsten Abschnitt in Anbetracht eines Tonabnehmer-Kaufs genau betrachtet werden:

  • Austauschbare Nadel
  • Material der Nadel
  • Klangbild
  • Auflagekraft
  • Ausgangsspannung
  • Nadelschliff

Austauschbare Nadel

Wie bereitserwähnt, kann es dazu kommen, dass die Nadel nach einer bestimmten Zeit verschleißt und ausgetauscht werden muss. Wird dies nicht gemacht, wird sich das auf die Tonqualität auswirken und kann auch die Abnutzung der Platte verstärken.

Es ist also nicht ratsam einen Plattenspieler zu kaufen, bei dem die Nadel nicht ausgetauscht werden kann. Ansonsten musst du einiges an Geld investieren, um die Nadel professionell im Rahmen eines Austauschprogramms ersetzen zu lassen oder immer einen kompletten Tonabnehmer neu kaufen.

Material der Nadel

Die zwei gängigsten Materialien, die für die Nadel am Tonabnehmer verwendet werden, sind Saphir und Diamant. Saphir-Nadenl halten in der Regel bloß einer Spielzeit von circa 50 Stunden stand, bevor sie sich langsam abnutzen und man klangliche Einbußen bemerkt.

Diamant-Nadeln hingegen müssen normalerweise erst nach rund 1000 Stunden ausgetauscht werden, da sie um einiges härter und robuster sind, obwohl sie aus Kostengründen nicht aus einem ganzen Stück gefertigt sind, sondern aus verklebten Diamantstaub bestehen.

Klangbild

Tonabnehmer und ihre Nadelschliffe können nicht nur komplett unterschiedlich aussehen, sie können auch komplett unterschiedlich klingen. Je nachdem, für welches Tonabnehmersystem, und für welchen Nadelschliff du dich entscheidest, wirst du markante Unterschiede in der Musikwiedergabe erkennen.

Eine der wichtigsten, und auch ausschlaggebendsten Punkte für die Klangqualität des Tonabnehmers ist die richtige Systemjustierung. Sollte diese fehlerfrei ablaufen, kannst du sicher sein, dass dir ein tolles Klangerlebnis bevorsteht, auf welches du dich immer wieder freuen kannst.

Natürlich empfindet jeder etwas anderes gut oder schlecht. Der Musikgenuss ist und bleibt subjektiv, aber mit den richtigen Kniffen kannst du das Beste aus deinem Tonabnehmer herausholen.

Auflagekraft

Warum ist es so wichtig die richtige Auflagekraft am Abtaster einzustellen? Falls du den Auflagedruck so sehr minimierst, als dass er sogar den vom Hersteller angegebenen Minimalwert unterschreitet könnte dies tatsächlich fatale Folgen für die Nadel und die Schallplatte haben.

Die Nadel verliert den Kontakt zur Plattenrille und schlackert unkontrolliert. Sowohl die Plattenoberfläche, als auch die Nadelspitze kann dadurch beschädigt werden. Der Diamant kann dann sogar splittern, auch wenn man diesem nachsagt, das er ein recht hartes Material ist.

Bei einem zu großen Auflagedruck als vom Hersteller angegegeben erhöht sich bei Schallplatten nur der Verschleiß.

Bei einigen Systemen kann sich allerdings der Dämpfergummi relativ schnell abnutzen, sodass bei MM Tonabnehmern ein Austauschnadelträger, und bei MC Tonabnehmern ein komplettes Tauschsystem von Nöten ist.

In der Regel sollte man bei einem guten Plattenspieler ein Auflagegewicht von 1,5 bis 2,0 Gramm einstellen, wenn es sich um eine Diamantnadel handelt. Ist es eine Saphir-Nadel sollte das Auflagegewicht im Bereich von 3,0 bis 5,0 Gramm liegen, da Saphire in der Regel nicht so spitz geschliffen sind wie Diamanten.

Ausgangsspannung

Die MM-Systeme haben eine vergleichsweise hohe Ausgangsspannung. Typische Werte liegen zwischen 2mV bis 6mV an 47kOhm.

Dem gegenüber benötigen Systeme, die nach dem Moving-Coil-(MC)-Prinzip arbeiten, einen besonders hochverstärkenden MC-Eingang. MC-Systeme haben typische Ausgangsspannungen zwischen 0.1mV und 0.5mV an 30 Ohm bis 500 Ohm.

Häufig wird angenommen, dass MC-Systeme besser klingen, weil die bewegte Masse (die Spule) geringer ist als bei MM-Systemen. Und welche Anschlüsse hat dein Verstärker? Hat er einen Eingang, der mit “Plattenspieler, “Phono” oder ähnlichem beschriftet ist? Dann kannst du einen Plattenspieler an deinen Verstärker anschliessen.

Prüfe, ob der Eingang für MM- und High-Output-MC-Systeme ausgelegt ist. Die meisten Phono-Eingänge sind an MM-Systeme angepasst. Manche Hersteller bieten auch umschaltbare Eingänge an oder können bei einer Servicewerkstatt den Eingang entsprechend umbauen lassen.

Wenn dein Verstärker keinen Phono-Eingang hat, musst du zusätzlich einen Phono-Vorverstärker zwischen Plattenspieler und Verstärker schalten.

Nadelschliff

Welche Plattennadel solltest du verwenden? Die Nadel ist das einzige Bauteil des Tonabnehmers das direkten Kontakt mit der Schallplatte hat. Sie befindet sich bei Betrieb in der Rille der Platte und tastet dort die Spur ab.

Der konische Nadelschliff

Die konische Nadel ist die weit verbreiteste, preisgünstigste und einfachste Variante des Nadelschliffs. Dabei berührt die spährische Spitze der konischen Nadel, meist in einem Radius von etwa 0,6mil die Mitte der Plattenrillenflanken.

Der konische Schliff wird für Tonabnehmer verwendet, die hauptsächlich in Plattenspielern niedriger bis mittlerer Preissegmenten anzutreffen sind. Allerdings bewähren sie sich auch für ältere Plattenspieler, deren Tonarm mit höherer Auflagekraft arbeitet und nicht in der Armneigung justierbar sind.

Der elliptische Nadelschliff

Im Gegensatz zur konischen Nadel, weißt die elliptische Nadel an der Vorderseite einen breiteren Radius auf als an der Seite. Dadurch ist die Nadel beim elliptischen Schliff in der Lage, wie die konische Nadel, der Rillenmitte zu folgen, ist aber in der Lage die Höhen präziser abzutasten, da sie einen kleineres Seitenradius besitzt.

Zu beachten ist die Angabe der Größen bei elliptischen Nadeln. 0,3 x 0,7mil bzw. 0,4 x 0,7mil kennzeichnen diese, wobei der erste Wert den Seitenradius der Nadel angibt. Je kleiner der Seitenradius, desto besser die Auflösung und damit der Klang.

Die Line Contact Nadel

Dieser Schliff bietet wie der Micro Line Contact Schliff die beste Höhenabtastung bei nur minimalen Abrieb. Sie erhalten dadurch die geringst möglichen Verzerrung und minimalsten Plattenverschleiß.

Die Micro Line Nadel

Der aufwendigste Nadelschliff, bei dem die Nadel fast der Form des Schneidstichels gleicht, mit der die ursprüngliche Masterplatte geschnitten wurde. Es liegt auf der Hand, daß dieser sehr aufwendige Schliff das meiste aus der „Rille“ holt.

durch ihren speziellen Schnitt ist die Micro Line Nadel in der Lage Bereiche abzutasten, die andere Tonabnehmer Nadeln nicht erreichen können. du erhältst die präziseste Wiedergabe im Hochtonbereich, die überhaupt zu erreichen ist.

Der Frequenzgang ist dabei fast gerade über den gesamten Höhenbereich. Der Schliff ist sehr aufwendig und wird in mehreren Stufen gefertigt. Daher ist ein Tonabnehmer mit Micro Line Nadel natürlich sehr teuer.

Allerdings erhältst du dafür aber auch nicht nur den bestmöglichen Klang, sondern auch eine höhere Lebensdauer sowohl der Nadel als auch der abgespielten Schallplatten, da die Abnutzung gleichmässig verläuft.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Tonabnehmer

Kann ich einen Tonabnehmer selber bauen?

Wenn eine Plattennadel defekt ist, kann man eine Ersatznadel bestellen, es ist allerdings weitaus komplizierter einen Tonabnehmer selbst anzufertigen, denn so ein Tonabnehmer setzt einen erheblichen Aufwand an feinmechanischem Können und diverses benötigtes Werkzeug voraus.

foco

Wusstest du, dass die grundlegende Technik des Schallplattenspielers bereits 1888 erfunden wurde?

Die erste Schallplatte aus Hartgummi wurde 1888 von Emil Berliner, einem in die USA ausgewanderten Deutschen erfunden.

Wenn du vorhast, mit einem Selbstbau an die Qualität eines serienmäßigen Tonabnehmers heranzukommen, müsstest du vor allen Dingen in der Lage sein, die Diamantnadel selbst zu schleifen und deine Nadelträgerröhrchen selbst zu ziehen, und dies sind nur einige der leichteren Probleme, die da auf dich zukommen dürften.

Es empfiehlt sich immer, einen Tonabnehmer zu bestellen und nicht zu versuchen diesen selbst zu bauen, da im schlechtesten Fall nicht nur der Plattenspieler, sondern auch die Schallplatten durch die falsche Fertigungsweise daran zu Schaden kommen könnten, und das gesamte Gerät dadurch unbrauchbar wird.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.tav.net/

[2] http://www.elektronikinfo.de/audio/elektrogitarre.htm#Tonabnehmer

[3] https://www.save-your-music.de/plattenspieler-ratgeber/tonabnehmer-plattenspieler/

Bildquelle: pixabay.com / Ratfink1973

Warum kannst du mir vertrauen?

Johanna hat bereits als Kind Fotos von allem und jeden gemacht. Diese Leidenschaft für das Fotografieren hat bis heute angehalten und ist sogar zu ihrem Beruf geworden. Mittlerweile beschäftigt sie sich zudem mit anderen technischen Geräten im Audiobereich und sucht nach den besten Sounds.