Das Ambilight Licht sorgt als echtes Alleinstellungsmerkmal von Philips für ein unvergessliches Fernseherlebnis. Die moderne Technologie bezieht den restlichen Raum mit in das TV-Erleben ein. Doch die zeitgemäße Technologie ist nicht mit jedem Fernsehgerät kompatibel. Dank einiger Optionen kannst du deinen Fernseher allerdings mit Ambilight nachrüsten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jahre 2004 brachte Philips den ersten Fernseher mit Ambilight-Technologie auf den Markt. Seitdem entwickelte das Unternehmen die fortschrittliche Technologie schrittweise immer weiter.
  • Dank der modernen Technologie ermüden die Augen im dunklen Raum weniger. Dank des Helligkeitsausgleichs weiten sich die Pupillen der Augen weder zu stark, noch ziehen sie sich reflexartig zusammen. Einige Studien konnten diesen Effekt in ihren Untersuchungen bereits nachweisen.
  • Ambilight trägt zu einer besseren Energieeffizienz bei. Viele Verbraucher schalten die Lampen im Raum vollständig aus, wenn sie auf einem Ambilight Philips Fernseher eine Sendung verfolgen.

Unsere Produktempfehlung

Philips Hue Lightstrip Basis Set

Das zwei Meter lange Hue LightStrip+ Basis Set lässt sich einfach in ein bestehendes Philips Hue System einbeziehen. Dank der Kompatibilität mit verschiedenen Systemen wie etwa der Alexa Sprachsteuerung sorgt das Philips Basis Set für unvergessliche Smart Home Erlebnisse.

Das app-gesteuerte Lichtsystem kann bis zu 50 Lichtquellen gleichzeitig betreiben und bis zu 16 Millionen Farben steuern. Die ultrahelle Belichtung mit 1.600 Lumen lässt sich dynamisch anpassen und automatisch steuern. Mithilfe der dazugehörigen Erweiterungen lässt sich das Lichterlebnis auf maximal zehn Meter vergrößern.

Was ist Ambilight?

Ambilight ist eine moderne Technologie des TV-Herstellers Philips, die es ermöglicht, von der Rückseite des Gerätes einen warmen Lichtschein auf die Wand zu projizieren. Auf diese Weise ändert das Licht automatisch seinen Farbton, der sich harmonisch an die Wandfarbe anpasst.

Mit Ambilight kannst du mit verschiedenen Farben die Stimmung für die unterschiedlichsten Filme beeinflussen. (Bildquelle: unsplash.com / Jens Kreuter)

Auf diese Weise wirkt der Bildschirm des Fernsehers größer, sodass das Schauen einem Kinobesuch gleicht. Während das erste Ambilight aus dem Jahre 2004 lediglich eine einstellbare Hintergrundfarbe mitbrachte, passte die Nachfolger-Version die Farbtöne bereits automatisch an.

Philips komplettierte seine Ambilight-Technologie mit der Stereo-Funktion, welche die rechte und die linke Bildhälfte des Fernsehers in unterschiedlichen Farben beleuchtet.

Um das Ambilight im Auto oder Zuhause nachzurüsten, gibt es etliche Anleitungen, die mittels Zubehörteilen und HDMI-Kabeln eine identische Funktion nachbaubar machen wollen.

Was sind die Ambilight Funktionen für einen Smart TV?

Die Funktionsweise des Ambilights ist einfach erklärbar. Wer sich für das Ambilight nachrüsten für 4K HDR entscheidet, wählt eine indirekte Ambilight-Hintergrundbeleuchtung am Samsung oder LG Smart TV.

Die Farben erzeugen beim Betrachter eine beträchtliche Tiefenwirkung, da sie sich automatisch an das übertragene Bild des Fernsehers anpassen.

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Der Lichteffekt, der an die Wand hinter dem Fernseher reflektiert wird, passt sich – je nach gewähltem Modus – akustischen oder optischen Verläufen auf dem Fernseher an. Sowohl beim Gaming, als auch beim Musik hören oder Film schauen sind die beeindruckenden Farbeffekte sichtbar.

Die Positionierung des Fernsehers beeinflusst die Wahrnehmung des ausgestrahlten Ambilights allerdings erheblich. Der Hersteller Philips rät dazu, den Smart TV parallel zwischen 10 und 15 Zentimeter von der Wand entfernt aufzustellen.

Die den Fernseher umgebenden TV-Wände sollten mindestens 30 vom Gerät entfernt sein. Weiterhin sollten weder direktes helles Licht auf den Smart TV scheinen, noch der Bildschirm durch im Weg stehende Objekte verdeckt werden. Der volle Funktionsumfang des Ambilights kommt in einem lichtarmen Raum zur Geltung.

Hintergründe: Was du über das Ambilight nachrüsten wissen solltest

Du benötigst im Allgemeinen kein Fachwissen, um das Ambilight an deinem Fernseher nachzurüsten. Dennoch schadet es nicht, wenn du Grundwissen über die Hardware und den Umgang mit unterschiedlichen Netzwerken mitbringst.

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Die nachfolgenden Abschnitte vermitteln einen Überblick darüber, ob eine offizielle Nachrüstung möglich ist und welche Vorgehensweise sich dafür eignet.

Ist das Nachrüsten “offiziell” überhaupt möglich?

Ein offizielles Nachrüsten der Ambilight Technologie ist nicht so einfach möglich. Denn der Hersteller Philips hat ein Patent auf die Ambilight Technologie, sodass diese ausschließlich mit den eigenen Geräten des Herstellers kompatibel ist.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, die Technologien anderer Anbieter zu nutzen und einen Ambilight-Ersatz für den 4k Smart TV vom Hersteller Philips zu verwenden.

Was tun zum Ambilight nachrüsten: Die richtige Vorgehensweise

Bevor du mit deinem Ambilight-System Zuhause unkompliziert Kino-Atmosphäre erzeugen kannst, solltest du dich genau über das Ambilight nachrüsten informieren und die richtigen Zubehörteile anschaffen.

Du hast die Wahl zwischen unterschiedlichen Varianten mehrerer Hersteller.

Hue Sync als Alternative zum Ambilight nachrüsten

Philips bietet dir quasi selbst ein nützliches Nachrüst-Kit für deinen Smart TV. Du musst weder Computer-, noch TV-Experten sein, um das Philips Hue Sync anzuschließen.

Alles, was du für das Ambilight nachrüsten benötigst, ist ein Windows-PC oder Mac mit der Philips Hue App, eine eckige Hue-Bridge sowie Hue-Lampen mit mehreren Farbvarianten.

Zum nachrüsten von Ambilight benötigst du einen Windows oder Apple PC sowie die Philips Hue App. (Bildquelle: pixabay.com / Free-Photos)

Um das Hue-Netzwerk aufzubauen, ist die Hue Bridge mithilfe eines Netzwerkkabels an den W-Lan-Router zu koppeln. Die weitere Steuerung erfolgt in der kostenlos herunterladbaren Hue App, die sich per “Connect”-Taste mit der Bridge verbindet.

Als letzter Schritt erfolgt die Verbindung der LED-Stripes mit dem Netzteil. Anschließend ist es erforderlich, die kleinen Lichter im eingeschalteten App-Menü zu registrieren.

Indem die leistungsstarke App quasi in Echtzeit das überlieferte Material analysiert, gibt sie der Bridge einen Steuerungsbefehl vor, der die angeschlossenen Lampen anschließend in die gewünschte Lichtstimmung, die zum Bild passt, versetzt.

Das vorhandene Audio- und Videomaterial lässt sich mithilfe der Hue Sync Lampen auf unterschiedliche Weise als Hintergrundbeleuchtung visualisieren.

  • Die unterschiedlichen Lichtfarben können sich durch das System dem vorgegebenen Takt der Musik anpassen.
  • Das Hue System ist bei Videoübertragungen wesentlich komplexer. Hier erfolgt eine in Echtzeit vorgenommene Analyse der im Video enthaltenen Farben.
  • Es ist möglich, die Intensität und Helligkeit des alternativen Ambilights individuell festzulegen. Ein unauffälliges Aufleuchten im Hintergrund ist ebenso realisierbar wie ein effektives, schnelles Farb-Geflacker.

Auch ein Gerät, das bereits mit der Ambilight-Technologie ausgestattet ist, lässt sich mit dem Hue System von Philips sinnvoll erweitern. Dafür ist die App namens “Ambilight + Hue” zuständig, welche alle Geräte ab dem Baujahr 2011 in das bestehende System eingliedert.

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Anders als andere Beleuchtungssysteme “merkt” sich Philips Hue die zuletzt vorgenommenen Einstellungen und speichert sie automatisch ab.

Dreamscreen als Alternative zum Ambilight nachrüsten

Wenn du das Ambilight ohne große Basteleien nachbauen möchtest, bietet sich der Dreamscreen, der zu einem Preis von rund 160 US-Dollar erhältlich ist, als alternative Lösung an. Im Dreamscreen-Paket sind bereits alle Komponenten enthalten, die für die Installation notwendig sind.

Benötigte Komponenten Vorgehensweise
LED-Strips Die wichtigste Komponente sind auch hier die farbigen LED-Strips. Diese sind an der Rückseite des Smart TVs anzubringen. Es empfiehlt sich, die Streifen in der unteren linken Ecke zuerst anzubringen. Abhängig von der Größe des Fernsehgerätes werden unterschiedliche viele LED-Strips auf der jeweiligen Seite benötigt., Für kleine Geräte, die zwischen 32 und 45 Zoll groß sind, genügen vier LEDs auf jeder Seite. Smart TVs in mittlerer Größenordnung zwischen 45 und 65 Zoll benötigen drei Mal sechs LED-Streifen., An großen Geräten, die mehr als 80 Zoll messen, sind vier Mal acht LEDs anzubringen. Ein Probedurchlauf, bei dem die Klebefolie auf den LEDS verbleibt, gibt vorab einen guten Überblick zu den Abständen, um die LEDs anschließend im richtigen Durchlauf gleichmäßig zu verteilen.
Klebeband und Fettentferner Damit sich das angebrachte Klebeband an den LED-Strips nicht nach wenigen Tagen oder Wochen löst, ist es sinnvoll, die jeweiligen Stellen vorab mit einem Schuss Fettentferner zu reinigen.
Stecker und Netzteil Der nächste Schritt besteht darin, die LED-Sticks mithilfe des Steckers mit dem mitgelieferten Netzteil zu verbinden.
Output-Ports und HDMI-Kabel Im nachfolgenden Schritt kommen die beiden Output-Ports und das HDMI Kabel an den DreamScreen-Stick., Der dritte HDMI-Port dient zum Anschluss des gewünschten Videogeräts.

Zu beachten ist hierbei: Die Vorzüge des stimmungsvollen Ambilights lassen sich beim “gewöhnlichen” Fernsehprogramm nur mithilfe eines HDMI-Ausgabegerätes – beispielsweise einem BluRay-Player, einem Receiver oder einer Spielkonsole – genießen.

Denn der Dreamscreen-Splitter ist von sich aus zunächst auf nur ein Ausgabegerät konfiguriert. Weitere Konfigurationen, etwa in Verbindung mit einem weiteren HDMI-Verteiler, sind individuell möglich.

Als wesentlicher Vorteil gegenüber dem Philips Hue ist zu sagen, dass der DreamScreen ohne die Installation einer App auf dem PC sofort einsatzbereit ist. Natürlich ist die Installation einer App auf einem Android- oder IOS Gerät dennoch optional möglich.

Die Kommunikation zwischen Stick und App erfolgt hierbei mithilfe einer Bluetooth-Verbindung. Es ist auch möglich, die App mithilfe der WLAN-Verbindung anzuwählen. Die Verbindung wird durch das Einschalten der App automatisch aufgebaut.

Funktionsweise der DreamScreen App

In der App selbst gibt es drei unterschiedliche Betriebseinstellungen, die auf Wunsch nach Belieben wechseln können.

Betriebseinstellung Funktion
Stand-by-Modus Der Stand-By-Modus (Ambient) ist ebenso zu finden wie ein Video- und Musikmodus., Für die schlichte Hintergrundbeleuchtung genügt es, in den Ambilight-Modus zu switchen.
Video- und Musikmodus Im Musik- oder Videomodus interagiert der DreamScreen mit den hinzugefügten Geräten wie beispielsweise den Spielkonsolen., Um die Einstellungen anzupassen, müssen die Geräte allerdings im eingeschalteten Zustand sein.
Farbpaletten und Extras Die gewünschten Farben lassen sich in der App auf dem sichtbaren Farbkreis unkompliziert festlegen und nach Belieben wechseln., Die möglichen Umgebungsszenarien im Ambilight-Modus sind facetten- und abwechslungsreich., Die Auswahl reicht vom kleinen Kamin-Feuer über die Farbpalette der Vereinigten Staaten bis hin zu unterschiedlichen Farbwechseln und Farbverläufen. Mithilfe des „Fade Rate”-Reglers lässt sich die Bildschirmgeschwindigkeit der LED-Belichtung einstellen., Auf Wunsch ist ein langsames Überblenden der Farben ebenso umsetzbar wie ein schnell aufeinanderfolgender Farbwechsel.

Dreamscreen ohne App nutzen

Wenngleich die Funktionsweise des DreamScreens ohne App eher als rudimentär einzustufen ist, lässt sie sich dennoch umsetzen. Hierzu bringt der DreamScreen-Stick drei Knöpfe mit, welche die Betriebsmodi wechseln, die Helligkeit der LEDs verändern und die beleuchteten Fernsehseiten auswählen.

Im Zuge der “schlichten” Ambilight-Hintergrundbeleuchtung lässt sich entweder eine dauerhafte Hintergrundfarbe festlegen oder eine der vorinstallierten Installationen auswählen.

Insgesamt ist der Wechsel der Farben mit dem Fernsehbildschirm exakt synchronisiert. Selbst bei der Inbetriebnahme einer Spielkonsole wie der Playstation 4 oder der Nintendo Wii treten keine Zeitverzögerungen zwischen Farbe und Bild auf.

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Turned my bedroom into a fairytale.

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Die LEDs sind dazu fähig, bis zu 60 Bilder pro Sekunde zu verarbeiten. Ein Nachteil des DreamScreen Sticks ist seine Inkompatibilität mit 4k-TV-Bildschirmen und der 3D-Wiedergabe, die nicht uneingeschränkt funktioniert.

Lightberry als Alternative zum Ambilight nachrüsten

Unter Lightberry wird ein “Do-it-yourself”-System verstanden, das von Raspberry Pi Fans entwickelt wurde. Das Ziel des Systems besteht darin, das Ambilight von einer zentralen Schnittstelle heraus zu steuern.

Für Laien und technisch nicht-versierte Anwender ist die Handhabung des Systems nicht so einfach umzusetzen. Bastler hingegen kommen mit Lightberry auf ihre Kosten und können mit wenigen technischen Komponenten das Ambilight auf dem Fernseher nachrüsten.

  • Anwender benötigen den “Ein-Platinen-Computer” Raspberry Pi, eine Speicherkarte, eine Stromverbindung inklusive Adapter sowie ein HDMI-Kabel.
  • Die Platine funktioniert ausschließlich nach dem Aufspielen eines gängigen Betriebssystems. Andere Tools und Kits bietet der Hersteller auf seiner Website an, falls das Ambient Light auf andere Geräte übertragen werden soll.
  • Die Software allein reicht allerdings nicht aus, um das Ambilight mit dem Lightberry stilecht nachzuahmen. Die Entwickler von Lightberry raten den Anwendern zu einer weißen Wand hinter dem TV, um die Farb- und Lichtnuancen so unverfälscht wie möglich wiederzugeben. Doch auf anthrazitfarbenen oder braunen Wänden können sich die Farben ebenso gut ausbreiten, wobei sie unter Umständen noch einmal modifiziert werden müssen.
  • Die erworbenen LEDs sollen mit der Größe des Smart TVs harmonieren, damit das Ambilight seine volle Wirkung entfaltet. Es ist weder anzuraten, zu kleine LEDs zu verwenden – da das Lichtschauspiel ansonsten untergehen würde – noch zu große LED-Spots zu nutzen, deren Licht auf unnatürliche Weise hinter dem TV hervorsticht.

Installation der Lightberry Software

Die Installation der Software zum Ambilight nachrüsten ist simpel. Zunächst muss die SD-Speicherkarte des Raspberry Pi in das Kartenlesegerät des PCs ohne zusätzliche Formatierung eingelegt werden.

Der nächste Schritt besteht darin, die Datei “config” in dem auf dem Arbeitsplatz angezeigten Menü der Speicherkarte zu öffnen. Im angezeigten Editor-Text tauchen mehrere Textzeilen auf, von denen die letzten drei für die Installation relevant sind. Nach der Kopie dieser Zeilen wird die SD-Karte erneut in das Raspberry Pi eingelegt.

Zur Installation des Programms auf dem PC ist die Software “Hyperion” geeignet. Sie lässt sich auf der Herstellerseite unkompliziert downloaden. Da die Software java-basiert ist, funktioniert sie nur im Zusammenhang mit dieser installierten Programmiersprache.

Nach diesen befolgten Schritten erfolgt der Verbindungsaufbau mittels HDMI-Kabel zwischen dem Raspberry Pi und dem Smart TV.

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Sofern die Installation korrekt durchgeführt wurde, erscheint auf dem Smart TV der Boot-Vorgang für das Programm Libre Elec bzw. Kodi. Der Zugriff auf die Software des Raspberry Pi erfolgt im Netzwerk des Computers. Im Menü der Software lässt sich die Ziel-IP in die IP-Adresse des Raspberry Pi ändern.

Die vollständige IP.Adresse ist im Smart TV-Menü des angeschlossenen Raspberry Pi unter dem Menüpunkt “Netzwerk” ersichtlich. Durch die Aktivierung des Buttons “Connect” im Software-Menü auf dem Computer startet der Verbindungsvorgang, der einige Minuten dauern kann.

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Vor dem vollständigen Ambilight nachrüsten ist es notwendig, die Konfigurationsdatei zu erstellen. In dieser Datei ist der Aufbau der LEDs festzulegen, der sich individuell anpassen lässt. Der Unterpunkt “Bildbereich” gibt an, welchen Bereich die Software verwendet, um die Farben zu berechnen.

Es ist ratsam, die voreingestellten Einstellungen zunächst, ohne eine Änderung vorzunehmen, zu übernehmen. Um die Änderungen an das Raspberry Pi weiterzuleiten, ist die Konfigurationsdatei in den “Config”-Ordner zu kopieren.

Nach dem Neustart des Raspberry Pi sollte die schöne Hintergrundbeleuchtung sichtbar sein.

Farbkalibrierung beim Ambilight nachrüsten mit Lightberry

Für die Farbkalibrierung beim Lightberry gibt es eine spezielle App, mit welcher die Farbwerte an die individuellen Wünsche angepasst werden. Auch über die Hyperion-Software lassen sich die Farbwerte im Menüpunkt “SSH” direkt kalibrieren.

Bei Lightberry kannst du die Farben ganz einfach per App kalibrieren. Die Kalibrierung kann aber auch direkt über die Hyperion Software gemacht werden. (Bildquelle: unsplash.com / Derick David)

Ein Pluspunkt im übersichtlichen Menü ist die dargestellte Farbpalette, deren einzelne Farbtöne sich in der Vorschau ausprobieren lassen. Die endgültigen Farbtöne lassen sich im Menüpunkt “Verarbeitung” unter “fortlaufend senden” abspeichern und auf den Fernseher übertragen.

Nach der Farbanpassung ist ein Weißabgleich vorzunehmen. In der Hyperion-Software ist das abfotografierte weiße Blatt Papier dem weißen Farbton der LEDs anzupassen. Es geht hierbei ausschließlich um die weiße Farbe, nicht aber um die Helligkeit. Diese lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt manuell nachjustieren.

Mittels aufgenommener Bilder, die auf dem Smart TV-Speicher abzulegen sind, lässt sich nach demselben Prinzip eine Gamma-Korrektur vornehmen. Je größer der angezeigte Wert ist, desto schwächer fällt die Farbintensität auf dem Smart TV aus.

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Austesten und experimentieren ist am Bildschirm problemlos möglich, ehe die Werte schließlich mit dem Licht der LEDS übereinstimmen. Damit das Licht am Ende den identischen Farbton zum Fernseher hat, ist es notwendig, zusätzlich zu den Gamma- und Weißabgleichen den Farbkanal anzupassen.

Ganz zum Schluss lassen sich die Sättigung und die Helligkeit der Ambilight Farben festlegen. Es ist sinnvoll, alle eingestellten Werte in einer separaten Konfigurationsdatei abzuspeichern, damit diese nach einem Neustart nicht verloren gehen.

Gibt es weitere Möglichkeiten und Alternativen zum Ambilight nachrüsten?

Es gibt noch einige weitere Möglichkeiten, wie sich das Ambilight am Sony Bravia und anderen Smart TVs nachrüsten lässt. So können handwerkliche begabte, computeraffine Bastler alle Teile einzeln im Handel erwerben und sie zusammenbauen.

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LED-Stripes kosten, abhängig von ihrer Größe, oftmals nicht mehr als 20 Euro. Mithilfe eines Netzteils und Controllers lassen sich die angeklebten LEDs hinter dem Fernseher in Betrieb nehmen.

Als entscheidender Nachteil ist hier die fehlende Software zu nennen; ohne deren Hilfe eine genaue Farbanpassung nicht vorgenommen werden kann.

Fazit

Zwar gibt es weder die “eine”, perfekte Lösung, um den Smart TV unkompliziert mit der Ambilight-Technologie nachzurüsten, jedoch gibt es ausreichend Alternativen, die ein annähernd ähnliches Farberleben versprechen wie das Original von Philips.

Die günstige Alternative heißt Lightberry, die sich jedoch eher für Semi-Professionelle ITler und Bastler eignet.

Anwender, die auf wenig technisches Wissen zurückgreifen können und keine handwerkliche Ader mitbringen, sollten besser auf das Philips Hue Lichtsystem zurückgreifen – oder sich mit einer einfachen Lösung begnügen und die LED-Strips ohne Software an den Fernseher anbringen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://philips-tvconsumercare.kxondemand.com/portal/de/Faq/All/4303

[2| https://elektronik-magazin.com/was-ist-ambilight-erklaerung-definition/

[3] https://praxistipps.chip.de/ambilight-nachruesten-tv-hintergrund-leds-guenstig-kaufen_44820

Bildquelle: 123rf.com / 39658377

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