Egal ob zum Streamen, für einen Podcast, einen Videoblog oder sonstige Aufnahmen mit Audiospur – ein Mikrofon ist für viele Aufgaben essenziell. Aber welches ist das richtige für das Projekt, dass ich geplant habe? Und gibt es auch gute Mikrofone, die trotzdem preisgünstig sind? Worauf genau muss ich achten?

In unserem Mikrofon Test 2019 beantworten wir diese Fragen und präsentieren dir ausführliche Hintergrundinformationen rund um das Thema Mikrofon. Außerdem stellen dir einige Arten von Mikrofonen genauer vor und erklären einige Kriterien, die bei der Wahl des für dich richtigen Geräts helfen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein gutes Mikrofon ist für jede Audioaufnahme ein unverzichtbares Werkzeug. Mit einem externen Mikro kannst du aber auch an deinem PC die Klangqualität bei Kommunikationsanwendungen entscheidend verbessern.
  • Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Dynamischen Mikrofonen und Kondensatormikrofonen. Erstere sind eher für den Bühneneinsatz, letztere für Studioaufnahmen gedacht. Die Kondensatortechnik kommt aber auch in Elektret-Mikrofonen für PC-Anwendungen zum Einsatz.
  • Wichtig ist auch die Richtcharakteristik – diese bestimmt, ob ein Mikro den Schall eher von vorne oder gleichmäßig aus allen Richtungen empfängt.

Mikrofon Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Studio-Mikrofon

Das Auna MIC-900B ist ein höherwertiges USB-Mikrofon mit Elektret-Kondensator. Zum fairen Preis bietet es eine sehr ansprechende Klangqualität. Im Zubehör ist eine Mikrofonspinne zur Geräuschdämpfung enthalten.

Redaktionelle Einschätzung

Wandlerart / Soundqualität

Das Auna MIC-900B wird vom Hersteller als Kondensatormikrofon beworben.

Daraus könnte man den Schluss ziehen, hier sei eine Kondensatortechnik wie in gängigen Studiomikrofonen am Werk. Tatsächlich handelt es sich um einen Elektret-Kondensator. Dieser kommt eher (aber nicht nur) in preisgünstigeren Consumermics zum Einsatz.

Ein Elektret-Kondensator hat jedoch den großen Vorteil, dass du keine zusätzliche Stromversorgung brauchst. Zum Betrieb des MIC-900B ist also weder eine Batterie noch ein zusätzlicher Adapter mit separatem Stromanschluss notwendig – du kannst das Mikro einfach in die USB-Buchse deines PC stecken und loslegen!

Die Klangqualität des Mikros wird in verschiedenen Kundenrezensionen als sehr gut beschrieben. Das gilt zumal bei Sprachanwendungen wie z. B. Skypen oder Teamspeak.

Richtcharakteristik

Wie viele handelsübliche Mikrofone hat auch das Auna MIC-900B eine Nieren-Richtcharakteristik: Es nimmt Sound eher von vorne als von hinten auf.

Das ist sehr vorteilhaft, denn normalerweise wirst du mit dem Mikro deine eigene Stimme, nicht aber die Geräusche rundum aufnehmen wollen. Durch die Nierencharakteristik werden störende, Zimmergeräusche, die aus einer anderen Richtung als deine Stimme kommen, vom Mikro nicht so stark wahrgenommen – z. B. das Rauschen deines PC-Lüfters, Gespräche im Hintergrund oder Straßenlärm vor dem Fenster.

Für Rundumaufnahmen und zum Einfangen einer bestimmten Atmosphäre in der Umgebung (z. B. Naturgeräusche im Wald) empfehlen wir dagegen ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik.

Anschlussart / Stromversorgung

Das Mikrofon ist ganz einfach über USB anzuschließen und wird auch allein über das USB-Kabel mit Strom versorgt.

Da es ein Plug & Play-Gerät ist, brauchst du für den Betrieb nicht einmal Treiber zu installieren – die Onboard-Treiber deines Betriebssystems genügen dem MIC-900B. Das Gerät ist kompatibel zu allen Windows-Versionen ab XP. Mit Macs läuft es ab OSX 10.3.9 (Panther).

Aufstellung / Zubehör / Design

Der Lieferumfang des Mikros enthält kein Stativ. Dieses musst du dir extra dazukaufen.

Hier hast du die freie Wahl zwischen verschiedenen Tisch- und Bodenstativen. Zum Aufschrauben hat die Spinne ein Gewinde mit 5/8″ Größe. Zusätzlich ist ein Adapter beigegeben, damit passt das Mikro auch auf Stative mit 3/8″-Gewinde.

Bei Tischstativen solltest du auf ein nicht zu geringes Gewicht und einen niedrigen Schwerpunkt achten (z. B. durch eine massive Bodenplatte aus Metall) – sonst kann dein Mikro zu leicht umfallen. Alternativ dazu gibt es auch Gelenkstative, die du – wie eine Schreibtischlampe – mit einer Schraubzwinge direkt am Tisch festmachen kannst.

Als Zubehör enthält das Auna MIC-900B eine sogenannte Mikrofonspinne. Dabei handelt es sich um eine Halterung mit einem Gummiband, in die du das Mikrofon einspannen kannst. Die Spinne schützt das Mikro vor Störgeräuschen, die durch Erschütterungen entstehen können.

Des Weiteren sind im Lieferumfang noch eine Schutztasche und ein USB-Kabel enthalten. Das Kabel hat eine Länge von 3 Metern.

Das MIC-900B hat ein ansprechendes Design, das professionellen Studiomikros nachempfunden ist. Es ist ganz in Schwarz gehalten.

Für 10 Euro Aufpreis bekommst du das Mikro auch mit cooler, neonblau leuchtender Betriebs-LED im Mikrofonkorb. Diese Variante nennt sich Auna MIC-900B-LED.

Kundenbewertungen
Derzeit bewerten rund 88% aller Rezensenten im Internet das Auna MIC-900B USB-Mikrofon als positiv, also entweder mit 4 oder 5 Sternen.

Besonders positiv hervorgehoben wurden dabei häufig die folgenden Eigenschaften:

  • Der sehr gute Sound
  • Nur geringes Rauschen
  • Keine externen Treiber nötig
  • Das einfache Handling

Hervorheben möchten wir die von vielen Usern gelobte Klangqualität, die insbesondere bei Sprachaufnahmen beeindruckende Ergebnisse liefert.

Negativ bewertet – also mit nur einem oder zwei Sternen – wurde das Mikrofon aktuell in nur rund 7% aller Rezensionen.

Dabei wurden häufig die folgenden Punkte erwähnt:

  • Viel zu leiser Sound bei Nutzung mit Windows 10
  • Nur wenig Einstellungsmöglichkeiten mangels eigener Software

Der leise Sound unter Windows 10 hatte seinen Grund vielfach in falschen Konfigurationseinstellungen im Betriebssystem. Dazu, wie man Mikrofone unter Win10 richtig konfiguriert, findest du online einige Artikel.

“FAQ”
Seit ich Windows 10 benutze, klingt das Mikro auf einmal nicht mehr gut?

Du musst in Win10 die Mikrofoneinstellungen richtig konfigurieren, dann bekommst wieder den gewohnten, guten Sound!

Worauf ist beim Stativkauf zu achten?

Das Stativ muss die richtige Gewindegröße haben. Die Spinne hat ein Gewinde mit 5/8″ Größe. Mit dem beigegebenen Adapter passt das Mikro aber auch in 3/8″ – Gewinde.

Läuft das Mikrofon auch mit USB 3?

Im Prinzip handelt es sich beim MIC-900B um ein USB 2-Gerät, jedoch ist es auch kompatibel zu USB 3. Zum Betrieb unter USB 3 musst du lediglich den USB-Stecker um 180 Grad drehen.

Hat das Mikro einen Stummschaltknopf?

Nein, du kannst es aber in den Windows-Soundeinstellungen stummschalten.

Das beste klassische Mikrofon

Das SPEEDLINK Capo ist ein Tischmikro, das dir für wenig Geld eine zufriedenstellende Klangqualität bietet. Gut benutzen kann man es für Sprachanwendungen – z. B. Skypen, Podcasting oder in PC-Spielen.

Redaktionelle Einschätzung

Wandlerart / Soundqualität

Beim SPEEDLINK Capo handelt es sich um ein dynamisches Mikrofon, und nicht um eines mit Elektret-Wandlern, wie sie in dieser Preisklasse gerne verwendet werden.

Solche Mikrofone werden wegen ihrer Robustheit gerne für Live-Auftritte, insbesondere bei Gesangsdarbietungen verwendet. Für ausführliche Infos kannst du hier auch mal einen Blick in unseren großen Mikrofonberater werfen.

Das SPEEDLINK Capo wird vom Hersteller explizit als Mikro für „qualitativ hochwertige Sprach- und Gesangsaufnahmen“ beworben. Allerdings solltest du dir darüber klar sein, dass man für ca. 15 Euro kein Gerät in Studioqualität bekommt. In verschiedenen Rezensionen wurde z. B. ein vernehmliches Rauschen bei der Aufnahme bemängelt. Für Skypen oder Teamspeak leistet das SPEEDLINK Capo aber gute Dienste.

Willst du Musikproduktionen auf einem ernsthaften Niveau realisieren, so raten wir zu einem deutlich wertigeren Mikro. Unter den dynamischen Mikrofonen ist das Shure SM58 eine gute Wahl – auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man es schon ab ca. 70 Euro.

Für eine gute Klangqualität brauchst du auch eine angemessene Soundkarte (z. B. ein USB-Audiointerface – dieses bekommst du bei Amazon schon für unter 10 Euro). Onboard-Soundkarten von PC-Mainboards haben meist keine guten Wandler. Der Klang verrauscht dadurch und wird beim SPEEDLINK Capo auch ziemlich leise.

Richtcharakteristik

Wie die meisten Mikrofone hat auch das SPEEDLINK Capo eine Nieren-Richtcharakteristik: Es nimmt Sound eher von vorne als von hinten auf.

Normalerweise wirst du mit dem Mikro deine eigene Stimme, nicht aber die Geräusche rundum aufnehmen wollen. Dafür ist die Nierencharakteristik sehr von Vorteil: Störende Geräusche, die aus einer anderen Richtung als deine Stimme kommen, werden so vom Mikro nicht so stark wahrgenommen.

Beispiele hierfür sind z. B. das Rauschen deines PC-Lüfters oder Gespräche im Hintergrund, wenn du dich mit mehreren Personen in einem Raum befindest.

Anschlussart / Stromversorgung

Das SPEEDLINK Capo verfügt über einen Miniklinkenanschluss. Damit passt es in jede handelsübliche PC-Soundkarte.

Als dynamisches Mikrofon braucht das Capo auch – anders als etwa Kondensatormikrofone – keine zusätzliche Stromversorgung, du kannst es also einfach in die Soundkarte einstöpseln und loslegen. Wir empfehlen aber – wie gesagt – ein externes USB-Audiointerface.

Aufstellung / Zubehör / Design

Mit dem Mikrofon wird ein Tischstativ mitgeliefert. In dieses kannst du das Mikro einklemmen und so bequem auf deinem Desktop platzieren.

Das Stativ ist allerdings ziemlich klein geraten, so dass sich das Mikro (ohne darunter gestellten Bücherstapel etc.) nicht auf Kopfhöhe befinden wird… Immerhin hat die Halterung ein Scharniergelenk, mit dem du das Mikro nach oben und unten drehen und so auf deinen Kopf ausrichten kannst.

Eine andere Möglichkeit wäre ein dazugekauftes größeres Stativ, denn natürlich kannst du das Mikro auch in andere Ständer einklemmen. Hier hast du freie Wahl!

Das Mikro ist fest mit seinem Miniklinkenkabel verbunden. Dieses ist 2 Meter lang und passt in jede Soundkarte.

Das SPEEDLINK Capo verfügt auch über einen Mute-Schalter, mit diesem kannst du die Aufnahme stummschalten – man hört dann nichts mehr. Allerdings produziert das Mikro bei der Betätigung der Schalters ein vernehmliches Knacksen – sowohl beim Ein- wie beim Ausschalten.

Das Design des Capo ist schlicht und funktional gehalten. Die Gerätefarbe ist schwarz.

Kundenbewertungen
Derzeit bewerten rund 64% aller Rezensenten im Internet das SPEEDLINK Capo Tischmikrofon als positiv, also entweder mit 4 oder 5 Sternen.

Besonders positiv hervorgehoben wurden dabei häufig:

  • Die einfache Handhabung
  • Die Möglichkeit des Stummschaltens
  • Die Stabilität des Mikrofons (es hält auch Stürze aus)

Die Robustheit des Mikrofons hängt mit der Wandlerart zusammen – es handelt sich eben um ein dynamisches Mikro. Solche Mics werden wegen ihrer Unempfindlichkeit auch gerne im rauhen Bühnenalltag von Live-Bands benutzt, allerdings verwendet man dort natürlich wertigere Geräte.

Genaueres hierzu kannst du in unserem großen Mikrofonberater nachlesen.

Negativ bewertet – also mit nur einem oder zwei Sternen – wurde das Capo aktuell in rund 26% aller Rezensionen.

Dabei wurden häufig die folgenden Punkte erwähnt:

  • Abnahme der Klangqualität bei größerer Entfernung des Sprechers
  • Starkes Rauschen bei Nutzung mit Onboard-Soundkarten

Zum Rauschen ist zu sagen, dass dies generell ein Problem von Mainboard-Soundchips darstellt. Abhilfe schafft hier – wie schon oben erwähnt – eine preisgünstige USB-Soundkarte. Mit dieser klingt das Mikro wesentlich besser.

“FAQ”
Was für eine Software kann ich zum Aufnehmen meiner Stimme nutzen?

Wir empfehlen die sehr gute Freeware Audacity.

Wie nahe muss man an das Mikro heran, damit die eigene Stimme akzeptabel aufgenommen wird?

Das Mikro sollte sich maximal 30 cm entfernt vom Sprecher befinden.

Wie lange ist das Kabel?

Das mitgelieferte Kabel hat eine Länge von 2 Metern.

Das beste Mikrofon fürs Handy

Dieses Mikrofon von NASUM bietet durch seine spezielle Oberfläche eine optime Klangisolierung und ein Ausblendden der Hintergrundgeräusche. Das Mikrofon lässt sich ideal für dein Handy oder deinen PC benutzen, denn es lässt sich anstecken mit einer 3,5 mm Klinke.

Dadurch ist es gut für Podcasts und Studioaufnahmen geeignet, vor allem aber auch Apps wie Youtube oder Skype. Ein Zubehör wird auch mitgeliefert in der Form von einem Ständer und einem Pop-Schutz.

Das beste Podcast-Mikrofon

Das Samson Meteor Mikrofon ist über USB ultraleicht in Betrieb zu nehmen und liefert zum kleinen Preis eine sehr gute Aufnahmequalität. Gut verwenden kannst du es für Podcasting, zum Skypen, aber auch für einfache Musikaufnahmen.

Redaktionelle Einschätzung

Wandlerart / Soundqualität

Das Samson Meteor wird im Netz verschiedentlich als Kondensatormikrofon bezeichnet. Tatsächlich verwendet es einen Elektret-Kondensator.

Es handelt sich also nicht um „richtiges“ Kondensatormikrofon, wie es in Tonstudios verwendet wird.

Der Vorteil gegenüber dem klassischen Kondensator besteht bei der Elektret-Variante darin, dass du keinerlei externe Stromversorgung für dein Mikro brauchst – einfach an USB anschließen und los geht‘s! Die Soundqualität reicht für Skype, Teamspeak etc. sehr gut aus. Auch Musik kannst du damit aufnehmen, wenn du keine allzu gehobenen Ansprüche hast.

Richtcharakteristik

Das Samson Meteor hat – wie die meisten Mikrofone – eine Nieren-Richtcharakteristik. Ein Mikro mit einer solchen Charakteristik nimmt Sound eher vorne als von hinten auf.

Normalerweise wirst du mit dem Mikro deine eigene Stimme und nicht die Geräusche im ganzen Raum aufnehmen wollen. Dafür ist die Nierencharakteristik sehr von Vorteil: So werden störende, Zimmergeräusche, die aus einer anderen Richtung als deine Stimme kommen, vom Mikro nicht so stark wahrgenommen – z. B. das Rauschen deines PC-Lüfters.

Beim Samson Meteor ist dieser Effekt laut vielen User-Statements aber nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen Nierenmikros.

Aufstellung / Zubehör / Design

Das Mikrofon hat Standfüße, mit denen du es einfach auf die Tischplatte stellen und beliebig positionieren kannst. Diese Füße sind einklappbar.

Falls du das Mikro an einem Stativ befestigen willst, ist auch dies kein Problem: Mit einer Standard-5/8”-Gewindehalterung kannst du das Mikro an einem Mikrofonständer deiner Wahl festschrauben.

Das Mikrofon besitzt zahlreiche Extras: So gibt es einen eigenen Kopfhöreranschluss (Miniklinke) wodurch du das Mikro gänzlich unabhängig von einer Soundkarte verwenden kannst. Erwähnen möchten wir auch den Mute-Schalter, der dir ermöglicht, die Aufnahme auf Wunsch stummzuschalten.

Schließlich gibt es noch eine Clipping-Anzeige, diese leuchtet rot auf, wenn du die Aufnahme übersteuerst – ein sehr nützliches Feature!

Als Zubehör werden eine Tragetasche und ein USB-Kabel mitgeliefert.

Das Samson Meteor kannst du gleich in 3 Farben bekommen: Silber, Schwarz und „Brushed Nickel“. Letzteres ist ebenfalls metallfarben, glänzt aber nicht so stark wie die Silbervariante. Das Design wirkt sehr „retro“ und sieht mit den 3 Beinen recht ansprechend aus.

Kundenbewertungen
Derzeit bewerten rund 86% aller Rezensenten im Internet das Samson Meteor USB-Mikrofon als positiv, also entweder mit 4 oder 5 Sternen.

Besonders positiv hervorgehoben wurden dabei häufig:

  • Der für diese Preisklasse sehr gute Sound
  • Das ansprechende Design
  • Die leichte Installation ohne externe Treiber
  • Die gute Ausstattung mit Bedienungs- und Anschlusselementen

Hervorheben möchten wir die Soundqualität. Verschiedene User hoben hervor, dass das Mikro auch noch aus 1 m Entfernung gute Aufnahmen liefert – sehr schön, wenn du bei der Aufnahme nicht immer nur direkt vor dem Mikro stillstehen möchtest oder wenn du mal eine Aufnahme mit mehreren Sprechern machst.

Negativ bewertet – also mit nur einem oder zwei Sternen – wurde das Mikrofon aktuell in rund 10% aller Rezensionen.

Dabei wurden häufig die folgenden Punkte erwähnt:

  • Das Mikrofon nimmt – trotz angegebener Nierencharakteristik – auch Umgebungsgeräusche recht stark auf
  • Gelegentlich wurden Geräte defekt geliefert (man kann aber natürlich umtauschen!)
  • Die Herstellerfirma bietet in Deutschland keinen direkten Support an

Am stärksten wurde die zu starke Empfindlichkeit des Mikros für Umgebungsgeräusche bemängelt. Das ist eigentlich eher ein Merkmal von Mikrofonen mit Kugelcharakteristik und dort auch erwünscht. Bei Sprach- oder Gesangsaufnahmen stört es aber.

Abhilfe schafft hier eine Software zum Editieren von Audioaufnahmen. Von Samson wird z. B. für knapp 4 Euro das „Sound Deck“ angeboten. Dieses Tool ist speziell für Samson-Mikrofone konzipiert und filtert Störgeräusche aus deinen Aufnahmen heraus.

“FAQ”
Braucht man für das Mikro ein Mischpult oder ein externes Audiointerface?

Nein, man kann das Mikro direkt an die USB-Buchse anschließen.

Kann man damit Stereo oder 3 D aufnehmen?

Nein, das Samson Meteor ist nur für Monoaufnahmen konzipiert. Auch wenn du Umgebungsgeräusche aufnimmst, hast du dann auf dem PC davon nur eine Monodatei ohne Surround-Effekt.

Wie hoch ist das Grundrauschen?

Das Grundrauschen ist sehr leise. Beim Anschließen an einen USB-Hub kann es – je nach Qualität des Hubs – auch stärker rauschen.

Ist das Mikrofon gut für Skype oder Teamspeak geeignet?

Ja, für diese Anwendungen eignet es sich sehr gut!

Kann ich das Mikrofon auch an ein Handy anschließen?

Nein, das Mikro kann man nicht an Handys oder Smartphones anschließen – diese haben kein USB.

Braucht man ein Stativ?

Das Samson Meteor kann man zwar ohne weiteres auch an ein Stativ anschrauben, zum Aufstellen auf den Tisch reichen aber die 3 ausklappbaren Beine ohne weiteres aus.

Das beste Mini-Mikrofon

Das Zalman ZM-MIC1 ist ein sehr kleines Mikrofon zum Anstecken an die Kleidung. Man nennt solche Mics auch Lavalier-Mikrofone. Obwohl es sehr günstig ist, bietet es dir eine alltagstaugliche Soundqualität. Sehr gut gebrauchen kannst du das ZM-MIC1 zum Skypen, für Podcasting oder Teamspeak.

Redaktionelle Einschätzung

Soundqualität

Das Zalman ZM-MIC1 hat laut Angaben von Usern eine – für seinen Preis – sehr gute Audioqualität.

Allerdings solltest du das Gerät nicht an der Onboard-Soundkarte deines PCs betreiben, denn diese haben fast alle sehr schlechte Mikro-Eingänge. Das Resultat ist ein starkes Rauschen.

Daher raten wir zum Kauf einer kleinen externen USB-Soundkarte mit Miniklinken-Eingängen. Diese bekommst du bei Amazon schon für unter 10 Euro, z. B. von der Firma CSL. Die Kombination Mikro und USB-Soundinterface rauscht dann fast gar nicht mehr. Gegenüber eingebauten Mikros von Notebooks bietet dir das Zalman ZM-MIC1 auf jeden Fall klare Vorteile.

Richtcharakteristik

Das Zalman ZM-MIC1 besitzt eine Kugel-Richtcharakteristik.

Das bedeutet, dass das Mikrofon den Schall aus allen Richtungen gleich stark aufnimmt.

Der Nachteil dieser Richtcharakteristik ist, dass so nicht nur deine – von vorne kommende – Stimme gut aufgenommen wird. Auch Geräusche von der Seite hört man so recht deutlich, z. B. den PC-Lüfter, Tastaturgeräusche, vor dem Fenster vorbeifahrende LKW, etc.

Daher wird das ZM-MIC1 vor allem dann gut klingen, wenn du es sehr nahe an deinem Mund platzierst. Sprichst du dagegen aus größerer Entfernung hinein, so treten die genannten Effekte auf.

Willst du Umgebungsgeräusche besser abdämpfen, so raten wir dir zu einem Mikro mit Nierencharakteristik, das den Schall von der Seite nicht so stark empfängt. Ein Kandidat bei den Lavalier-Mikrofonen ist hier das König CMP-MIC8.

Zum Thema „Richtcharakteristik“ empfehlen wir dir, auch mal einen Blick in unseren großen Mikrofon-Berater zu werfen. Dort kannst du dich darüber informieren, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Richtcharakteristiken (Kugel, Niere, Richtmikro) generell besitzen.

Anschlussart / Stromversorgung

Das Mikrofon hat einen Miniklinkenanschluss, wie er bei handelsüblichen Soundkarten verwendet wird.

Eine zusätzliche Stromversorgung – wie bei Kondensatormikrofonen – brauchst du nicht.

Aufstellung / Zubehör / Design

Es handelt sich um ein Ansteckmikrofon, das du mit einem Clip z. B. an deinem Pullover befestigen kannst. So kannst du es mit dir herumtragen und dich frei bewegen.

Auch an einem Kopfhörerkabel kannst du es feststecken. Der Clip soll allerdings laut zahlreichen Kundenrezensionen nur schlecht an dünnen Kleidungsstücken halten, dazu unten mehr…

Mitgeliefert wird ein Kabel von 3 Meter Länge zum Anschließen an eine Soundkarte. Wie gesagt, empfehlen wir die Verwendung eines externen Soundchips. Ansonsten liegt kein Zubehör bei.

Das Design des ZM-MIC1 ist äußerst kompakt und funktional gehalten – genau wie es sich für ein Ansteckmikro gehört. Die Farbe des Mikrofons ist ein schlichtes schwarz.

Kundenbewertungen
Derzeit bewerten rund 70% aller Rezensenten im Internet das Zalman ZM-MIC1 als positiv, also entweder mit 4 oder 5 Sternen.

Besonders positiv hervorgehoben wurden dabei häufig:

  • Die Tonqualität
  • Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis

Als besonders gut wurde (in dieser Preisklasse) die Tonqualität bewertet. Insbesondere werden laut Kundenmeinungen vom ZM-MIC1 auch die hohe Frequenzen zufriedenstellend übertragen, was nicht bei allen Lavaliermikrofonen der Fall ist. Und trotz seiner geringen Größe gibt das Mikro auch Tiefen in akzeptabler Qualität wieder.

Negativ bewertet – also mit nur einem oder zwei Sternen – wurde das ZM-MIC1 aktuell in rund 20% aller Rezensionen.

Dabei wurden häufig die folgenden Punkte erwähnt:

  • Der Clip hält nicht gut an dünnen Kleidungsstücken oder Kabeln
  • Das Mikro ist zu leise und rauscht

Zum Befestigen des ZM-MIC1 wurde u. a. das Anbringen eines zusätzlichen Clips oder einer Klammer am Kabel vorgeschlagen. Eine andere Möglichkeit ist ein kleines Stück Papier, das man in den Spalt des Clips steckt – so hält der Clip dann besser!

Zum Problem des Rauschens und der geringen Lautstärke ist zu sagen, dass dieses Problem meist an den schlechten Onboard-Soundkarten der PC-Mainboards liegt, aber nicht am Mikrofon selbst. Wie oben schon dargestellt, solltest du dir daher zum ZM-MIC1 noch ein einfaches USB-Soundinterface dazukaufen – damit klingt es dann deutlich besser.

“FAQ”
Kann ich das Mikrofon auch für Audioaufnahmen verwenden?

Grundsätzlich geht das, aber für gute Qualität raten wir eher zu einem höherwertigen Mikro.

Funktioniert das Mikrofon auch mit einer Kamera?

Ja, sofern die Kamera eine Miniklinkenbuchse besitzt.

Und wie ist es mit einem Smartphone?

Das hängt vom Gerät ab. Am Samsung Galaxy S5 funktioniert das ZM-MIC1 zum Beispiel einwandfrei.

Kann ich das Mikro an einem Mac benutzen?

Die meisten Apple Computer verfügen nicht über eine Miniklinkenbuchse, daher kannst du das Mikro dort nicht direkt anschließen. Wenn du dir die oben von uns empfohlene USB-Soundkarte kaufst und sie an den Mac anschließt, geht es natürlich.

Wie lange ist das mitgelieferte Kabel?

Das Kabel hat eine Länge von 3 Metern.

Kann ich damit Skypen? Oder das Gerät für Teamspeak nutzen?

Ja, das geht ohne weiteres.

Handelt es sich beim ZM-MIC1 um ein Mono- oder ein Stereomikrofon?

Es handelt sich um ein Mono-Mikro.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Mikrofon kaufst

Wo kann ich ein Mikrofon kaufen?

Das hängt auch davon ab, was für ein Mikro du haben willst. Einfache Mikrofone (etwa für Videokameras, zum Skypen) gibt es in jedem Elektromarkt. Bist du aber Musiker und legst Wert auf eine hohe Aufnahmequalität, so kannst du ein Musikgeschäft deiner Wahl aufsuchen.

Dort kannst du die Mikrofone antesten und dich dann für das Produkt deiner Wahl entscheiden. Alternativ kannst du die Artikel auch bei einem Online-Anbieter bestellen.

Große Online-Anbieter für gute Live- und Aufnahmemikrofone sind im deutschsprachigen Raum:

  • Thomann
  • Music Store
  • Musik-Produktiv
  • Soundland

Preisgünstige Mikrofone für den Hausgebrauch kannst du bekommen bei:

  • Conrad
  • Saturn
  • Media Markt
  • Amazon
  • Cyberport

Was kostet ein (gutes) Mikrofon?

Sehr einfache Mikrofone – etwa als Zubehör für dein Smartphone – kannst du schon für unter 10 Euro zum Beispiel bei Amazon bekommen.

Ähnlich ist es bei dynamischen Mikrofonen, die du online oder im Musikfachhandel erwerben kannst. Bei Kondensatormikrofonen für Vocal-Aufnahmen liegt die unterste Preisgrenze bei ca. 50 Euro.

Legst du aber Wert auf gute Qualität, so solltest du schon mehr ausgeben:

Bei dynamischen Mikros geht es hier ab ca. 100 Euro los, für ein Kondensatormikro solltest du 200 Euro oder mehr hinblättern.

Typ Preis
Einfaches Mikrofon ab ca. 10€
Gutes dynamisches Mikrofon ab ca. 100€
Gutes Kondensatormikrofon ab ca. 200€

Eine Alternative ist der Gebrauchtkauf:

So wird das beliebte Livemikrofon Shure SM57 (Neupreis über 100 Euro) bei eBay schon ab ca. 60 Euro angeboten. Ein Nachteil ist, dass du beim Onlineversand ein Gebrauchtmikro vorher nicht antesten kannst – es sei denn du wohnst in der Nähe des Anbieters. Also kannst du dich auch nach regionalen Angeboten umschauen.

Kann ich ein Mikrofon auch mieten?

Ja, falls du ein Mikro, egal ob Kondensatormikrofon oder dynamisches Mikro, nur gelegentlich brauchst, kannst du es auch günstig bei einem Musikhändler Deiner Wahl mieten. Das schon erwähnte SM57 bekommst du z. B. leihweise schon für 5 € Tagespreis.

Richtcharakteristik: Kugel, Niere, Richtmikrofone

Wichtig bei Mikrofonen ist auch die Richtcharakteristik – damit ist der Bereich gemeint, in dem ein Mikrofon Töne aufnimmt, z. B. rundum von allen Seiten oder primär „von vorne“.

Kugelmikrofon

Für den „Rundumsound“ ist ein Kugelmikrofon die richtige Wahl.

Willst du z. B. mal nicht deine Stimme aufnehmen, sondern eher Umgebungsgeräusche (Wellenrauschen, Vogelstimmen, Bahnhofshallen-Atmosphäre…), so ist diese Richtcharakteristik angesagt. Stimmenaufnahme funktioniert aber auch, wenn du dich als Sprecher oder Sänger nahe genug am Mikro befindest – dann dominiert deine Stimme gegenüber der Umgebung, so ähnlich wie wenn du einer anderen Person etwas direkt ins Ohr sagst.

Ein weiterer Vorteil von Kugelmikrofonen ist ihre Unempfindlichkeit gegenüber Störgeräuschen wie Wind oder Fingerbewegungen am Mikrofonhalter.

Rundmikrofone eignen sich hervorragend zur Aufnahme von Vocals. (Bildquelle: pixabay.com / TheAngryTeddy)

Nierenmikrofon

Den Aufnahmebereich eines Nierenmikrofons kann man dagegen eher mit einem Trichter vergleichen.

Ein Nierenmikro reagiert primär auf Klang „von vorne“, wobei sich der Aufnahmebereich mit zunehmender Entfernung verbreitert. Dieser Mikrofontyp wird für Musikaufnahmen und Live-Verstärkung am meisten benutzt.

Verwandt mit der Niere ist die Superniere, die den Schall etwas stärker auch von hinten aufnimmt.

Richtmikrofon

Noch enger ist der Aufnahmebereich eines Richtmikrofons.

Dieses nimmt primär den Schall direkt von vorne auf, also alles, was sich direkt „in der Schusslinie“ dieses rohrförmigen Mikros befindet. Nützlich ist das v. a. dann, wenn du einen Sprecher oder Musiker aufnehmen willst, der sich in einiger Entfernung von dir befindet, ohne dass die Aufnahme zu sehr durch Umgebungsgeräusche gestört werden soll.

Wegen dieser Eigenschaft musst du ein Richtmikrofon aber auch sehr genau auf die Schallquelle ausrichten, sonst kommt es zu einer starken Verminderung der Klangqualität. Auch ist ein solches Mikro sehr anfällig gegen Windgeräusche, weswegen es sich vor allem für Innenaufnahmen eignet. Abhilfe kann ein (allerdings teurer!) Windschutz schaffen.

Bei Nahaufnahmen neigen Richtmikrofone dazu, tiefe Frequenzen überzubetonen – ein dumpfer Klang ist die Folge. Dies bezeichnet man als Nahbesprechungseffekt.

Anschlussarten: Klinken, Miniklinken und XLR-Anschüsse

Für Mikrofone gibt es ganz unterschiedliche Anschlussarten.

Im professionellen Bereich haben sich XLR-Buchsen etabliert. Günstige Mikrofone (z. B. für Laptop oder Camcorder) benutzen dagegen die kleinen Miniklinken, die in die Buchsen von PC-Soundkarten passen. Im Hifi-Bereich kommen auch große Klinkenstecker zum Einsatz.

Mikrofon direkt an den PC anschließen?

Um ein Mikrofon direkt an den PC anzuschließen gibt es 3 Möglichkeiten:

  • Den Anschluss an die Soundkarte (XLR)
  • Die Nutzung eines USB-Mikrofons
  • Ein kabelloses Mikro mit Bluetooth-Übertragung

Wenn du dein Mikrofon an die Soundkarte deines Rechners anschließen möchtest, muss das Mikrofon über einen Miniklinkenstecker verfügen. Hat es eine andere Art von Anschluss, kann ein Adapterkabel für Abhilfe sorgen (z. B. ein XLR-Miniklinken-Kabel).

Eine alternative Möglichkeit ist ein Mikrofon mit USB-Anschluss. Bei diesem ist die Soundkarte im Mikro selbst eingebaut. USB-Mikrofone gibt es auch in gehobener Qualität, die etwa für gutes Podcasting oder Karaoke durchaus ausreicht. Für letzteres sind auch kabellose Mikrofone eine Empfehlung – sie senden ihre Daten per Bluetooth an den PC. Es gibt sie auch zum Anstecken, dann nennt man sie Lavaliermikrofone.

Nützliches Zubehör

Schaumstoffhüllen gegen Windgeräusche

Bei Außenaufnahmen verursacht Wind häufig Störgeräusche im Mikrofon – eine Art tiefes Donnern.

Das gleiche gilt bei Atemgeräuschen, wenn ein Sänger oder Sprecher sich nahe am Mikrofon befindet. Um diesen Effekt abzumildern, besitzen Mikrofone schon im Inneren eine Schaumstoffeinlage, die Luftbewegungen abdämpft. Wenn diese nicht ausreicht, ist ein äußerer Windschutz nötig: Hier verwendet man eine Schaumstoffhülle, die auf das Mikrofon aufgesteckt werden kann.

Einen solchen Windschutz kannst du ziemlich preisgünstig kaufen – oft wird er dem Mikro auch direkt als Zubehör beigelegt. Bei der Aufnahme schwächt er allerdings auch die Höhen ab. Eine geringere Höhendämpfung haben Windschutzkörbe, die das ganze Mikrofon umschließen – die kosten dann aber eine ganze Menge!

Popschutz gegen Plopplaute

Eine Variante des Windschutzes ist der Popschutz (auch „Poppschutz“).

Hier handelt sich um eine kreisförmige Membran, die vor dem Mikro angebracht wird. Sie schützt vor dem Luftstoß, der bei Explosivlauten wie „p“, „t“ oder „k“ entsteht. Ein Popschutz wird vor allem in Tonstudios eingesetzt, wo ein Schutz gegen Windgeräusche ansonsten nicht nötig ist. Auch ein Popschutz ist bereits recht preisgünstig zu bekommen.

Es gibt sie sowohl mit einfacher, als auch mit doppelter Bespannung. Befestigt wird der Popschutz üblicherweise mit einem Schwanenhals am Mikrofonständer und mit einem Abstand von 5 bis 20 cm vor dem Mikrofon platziert. Zudem benötigt man einen Popschutz, wenn man eine feuchte Aussprache verhindern beziehungsweise abfangen möchte.

In folgendem Video kann man hören und sehen, welche Störgeräusche Plopplaute im Mikro erzeugen und wie ein Popschutz dagegen hilft:

Entscheidung: Welche Arten von Mikrofone gibt es und welche ist die richtige für dich?

Es gibt verschiedene Bauweisen von Mikrofonen, die jeweils unterschiedliche Klangeigenschaften haben. Dabei geht es nicht einfach um „besser“ oder „schlechter“ – es kommt es auf den Einsatzzweck an.

Grundsätzlich funktionieren jedoch alle Mikrofone gleich. Schall bringt eine Membrane zum Schwingen, wodurch die mechanische Energie des Schalls in elektrische Energie umgewandelt wird. Dadurch entstehen elektrische Impulse, die dann über ein Mikrofonkabel zum Aufnahmegerät transportiert werden. Kurz gesagt ist ein Mikrofon also ein Schallumwandler.

Je nachdem, ob du z. B. mit deiner Band einen Song aufnehmen willst, beim Singen auf einer Live-Veranstaltung eine zuverlässige Verstärkung benötigst oder einfach den Sound deiner Kamera mit einem externen Mikro aufwerten willst, können ganz unterschiedliche Mikrofone für dich interessant sein.

Die gängigsten Mikrofontypen sind:

  • Das Dynamische Mikrofon
  • Das Kondensatormikrofon
  • Das Elektret-Mikrofon

Alle diese Mikrofontypen weisen besondere Charakteristika auf und sind jeweils für spezifische Einsätze besonders geeignet. Diese werden wir dir im Folgenden aufzeigen. Informieren kannst du dich über diese Thematik auch in folgendem Video:

Wie funktioniert ein dynamisches Mikrofon und wofür ist es besonders geeignet?

Bei diesem Mikrofon wird innerhalb eines Magnetfeldes eine Membran angebracht, die durch Schall in Schwingung versetzt wird.

Dadurch werden unterschiedliche Spannungen erzeugt. Es gibt dieses Mikro in zwei Bauweisen: das Tauchspulenmikrofon und das seltener verwendete Bändchenmikrofon.

Tauchspulenmikrofon

Dieser Mikrofontyp wird gerne bei Live-Veranstaltungen benutzt und ist das weitaus verbreitetste dynamische Mikro. Tauchspulenmikrofone vertragen hohe Schalldrücke und sind zudem ziemlich robust. Daher sind diese ideal als Gesangsmikrofon und auch zum Rappen geeignet.

Ein Tauchspulenmikro ist nicht besonders empfindlich – es kann durchaus auch einmal herunterfallen, ohne Schaden zu nehmen. Das, und die Unempfindlichkeit gegen hohe Lautstärken macht diesen Mikrofontyp für den Live-Einsatz ideal.

Vorteile
  • Ideal für Live
  • Verträgt hohe Schalldrücke
  • Ist sehr robust
  • Relativ preisgünstig
Nachteile
  • Keine so gute Klangqualität wie Kondensatormikrofone
  • Keine hohe Impulstreue

Technisch ist ein Tauchspulenmikrofon recht einfach aufgebaut: auf der Rückseite der Membran ist eine Drahtspule befestigt, die bei Schalleinwirkung mit der Membran mitschwingt. Um die Spule herum ist ein ringförmiger Magnet installiert. Durch die Bewegung der Spule im Magnetfeld wird Strom erzeugt – ähnlich wie bei einem Fahrraddynamo, aber in viel geringerer Stärke.

Bändchenmikrofon

Das Bändchenmikrofon ist eher im Studio anzutreffen und dort der Spezialist für besonders warmen Sound.

Das Bändchenmikro besitzt als Membran ein sehr dünnes Bändchen aus Aluminium. Da Aluminium selbst ein elektrischer Leiter ist, braucht man hier keine zusätzliche Drahtspule, um die Schwingungen in Elektrizität umzuwandeln. Das Aluminiumbändchen reagiert aufgrund seiner geringen Masse viel empfindlicher auf Schallwellen als die Membran in einem Tauchspulenmikro und spricht schneller an.

Vorteile
  • Hat einen besonders warmen Klang
  • Gutes Ansprechverhalten
Nachteile
  • Abgeschwächte Höhenwiedergabe
  • Ist außerordentlich stoßempfindlich

Die so erzeugte Spannung ist aber sehr gering, weswegen man einen guten Vorverstärker benötigt. Zudem ist ein solches Bändchenmikrofon sehr stoßempfindlich. Daher kommen Bändchenmikros vor allem in Tonstudios für Aufnahmen und nicht auf der Bühne zum Einsatz, und dort – wegen der geringen Höhenempfindlichkeit – speziell dann, wenn ein besonders warmes Klangbild gewünscht ist.

Wie funktioniert ein Kondensatormikrofon und wofür ist es besonders geeignet?

Kondensatormikrofone sind der Standard für Studioaufnahmen und haben eine besonders hohe Klangqualität.

Kondensatormikrofone werden wegen ihrer guten Klangqualität, die sie ihrer sehr dünnen Membran zu verdanken haben, bevorzugt in Tonstudios verwendet. Großmembranmikrofone eignen sich dabei sowohl für Rap-, und Gesangsaufnahmen, als auch für Instrumente wohingegen Kleinmembranmodelle eher für instrumentale Aufnahmen angewendet werden. Bei hoher Schallbelastung verzerren sie aber leichter als dynamische Mikros. Außerdem sind sie deutlich teurer.

Dieses Mikrofon ist nach dem Prinzip des elektrischen Plattenkondensators aufgebaut: Die Membran eines Kondensatormikros ist elektrisch leitend – zumindest an der Oberfläche.

Vorteile
  • Ausgezeichneter Sound
  • Sehr geringes Rauschen
Nachteile
  • Nicht so robust
  • Hoher Preis

Häufig verwendet wird eine goldbedampfte Kunststoffmembran. Diese ist wenige tausendstel Millimeter gegenüber einer gelochten Metallscheibe angebracht. Membran und Metallscheibe bilden die beiden Elektroden des Kondensators, dessen Spannung durch die Schwingungen der Membran verändert wird.

Ein Kondensatormikro braucht im Gegensatz zum Dynamischen Mikrofon externe Spannung, um betrieben werden zu können. Mischpulte oder Audio-Interfaces mit Mikrofeingängen können diese Spannung bereitstellen, dies nennt man Phantomspeisung. Es gibt aber auch Kondensatormikros mit eingebautem Batteriefach.

Wie funktioniert ein Elektret-Mikrofon und wofür ist es besonders geeignet?

Das Elektret-Mikrofon ist das deutlich meistverbreitetste Mikro und wird vor allem in Kommunikationsgeräten wie Handys eingesetzt.

Das Elektret-Mikrofon ähnelt von der Bauart her stark dem Kondensator-Mikrofon. Bei diesem Mikro ist an der Kondensatorplatte eine Elektretfolie angebracht, die permanent unter Spannung steht. Diese Spannung wird entweder intern mithilfe einer Batterie oder von außen durch Phantomspeisung bereitgestellt.

Wie beim Kondensatormikro befindet sich der Platte gegenüber die schwingende Membran, wobei die Schwingungen von dem Kondensator in Spannungsschwankungen umgewandelt werden.

Vorteile
  • Sehr preisgünstig zu haben
  • Sehr kleine Bauweise möglich
Nachteile
  • Bei einfachen Consumermikros niedrige Klangqualität

Dieses Mikrofon ist sehr günstig herzustellen – insbesondere auch in äußerst kleinräumiger Bauweise – und benötigt weniger Strom für den Betrieb als ein Kondensatormikrofon. Daher wird es häufig in Smartphones oder Headsets eingesetzt und ist auch sonst eher in der unteren Preisklasse anzutreffen. Allerdings gibt es auch einige sehr gute Elektret-Mikros von namhaften Herstellern.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Mikrofone vergleichen und bewerten

Willst du ein Mikrofon kaufen? Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Kriterien du Mikrofone vergleichen und bewerten kannst. So fällt es dir leichter, dich zu entscheiden ob sich ein bestimmtes Produkt für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Die Soundqualität
  • Die Wandlerart
  • Die Richtcharakteristik
  • Die Anschlussart
  • Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Stromversorgung
  • Der Aufstellungsort (Zum Anstecken, für den Schreibtisch, für die Bühne)
  • Das Design des Mikrofons
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis

In den nachfolgenden Absätzen kannst du dich informieren, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat und wie du diese einordnen kannst.

Es gibt verschiedene Bauweisen von Mikrofonen, die jeweils unterschiedliche Klangeigenschaften haben.

Soundqualität

Je nachdem, ob du ein Mikrofon für Videoaufnahmen, Podcasting, Dokumentationen,Karaoke oder professionell klingende Musikaufnahmen verwendest, wird bei deiner Kaufentscheidung die Soundqualität eine mehr oder weniger große Rolle spielen.

Die Klangqualität eines Mikros ist u. a. abhängig vom Rauschabstand, dem Frequenzgang, der Impulstreue und dem Klirrfaktor (letzterer spielt aber, wie oben schon erwähnt, heutzutage keine so große Rolle mehr).

Willst du ein (semi)professionelles Mikro für Musikaufnahmen, so kannst du dieses in vielen Musikhäusern direkt antesten und verschiedene Produkte miteinander vergleichen.

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Wusstest du, dass du ganz einfach überprüfen kannst, ob ein Hersteller bei den Angaben des Eigenrauschens und des Rauschabstandes geflunktert hat?

Wenn beide Werte angegeben sind, musst du sie nur addieren und solltest als Ergebnis den Wert 94dB erhalten. Wenn du einen anderen Wert erhältst, stimmt etwas bei den Angaben des Herstellers nicht.

Abgesehen davon gibt es auch viele Fachzeitschriften (z. B. „Sound & Recording“) in denen ausführliche Mikrofontests nachzulesen sind, inklusive der von unabhängigen Testern gemessenen technischen Spezifika, wie etwa Frequenzgang und Rauschabstand.

Eine weitere Möglichkeit sind Recordingforen, in denen du die Beiträge durchforsten und auch selbst Fragen zum Sound bestimmter Mikrofone stellen kannst – dort schreiben teilweise auch sehr fachkundige Leute mit.

Preiswerte Mikrofone kannst du dir oft nicht vorher anhören.

Zudem werden technische Spezifika in dieser Preisklasse von den Herstellern oft nicht angegeben. Aber dafür findest du im Internet zahlreiche Kundenbewertungen, etwa bei Amazon. Gerade zu vielgekauften Low-Cost-Mikros findest du dort sehr viele Kundenstatements, so dass du abschätzen kannst, ob ein Mikro klanglich etwas taugt oder nicht.

Wandlerart

Auf die Wandlerart – also z. B. Kondensatormikrofon oder dynamisches Mikrofon – sind wir bereits weiter oben eingegangen. Sie ist vor allem von Bedeutung, wenn du ein höherwertiges Mikrofon haben möchtest, da du dich hier verstärkt für die Klangeigenschaften interessieren wirst.

Zum Aufnehmen im Heimstudio ist das Kondensatormikro ideal, da es die höchste Klangqualität hat. Willst du dagegen live auftreten (z. B. mit einer Band oder zum Rappen), so greife zum robusteren dynamischen Mikrofon, da Kondensatormikros bei Stößen oder beim Herunterfallen schnell kaputtgehen können.

Preiswerte Mikros fürs Handy, die Kamera oder den Laptop besitzen praktisch alle Elektret-Wandler.

Die Richtcharakteristik

Auch die Richtcharakteristik haben wir oben schon ausführlich erläutert. Entscheidend ist, ob du den Rundumsound im Raum mitaufnehmen oder eher abdämpfen willst.

Für letzteres sind Nierenmikrofone und ganz besonders Richtmikrofone eher zu empfehlen also solche mit Kugelcharakteristik. Bei der Kugelcharakteristik ist zu bedenken, dass auch ein solches Mikro normalerweise nur eine Monoaufnahme der räumlichen Umgebung produziert. Für Stereoaufnahmen brauchst du entweder 2 Mikros oder aber ein spezielles Stereomikrofon.

Falls du in deinem Zimmer Aufnahmen in guter Qualität machen willst und keine PC-Geräusche oder draußen vorbeifahrende Autos mitaufzeichnen möchtest, so kaufe dir am besten ein Richtmikrofon, da dieses Geräusche „von der Seite“ am wirksamsten abdämpft.

Auch hier ist es aber am besten, wenn du Mikrofone mit verschiedener Richtcharakteristik erst einmal in einem Musikgeschäft antestest und dich von einem fachkundigen Händler beraten lässt.

Anschlussart

Von Bedeutung wird für dich auch die Anschlussart sein. Je nachdem ob du nur einen PC mit Soundkarte besitzt, oder aber ein Mischpult bzw. ein professionelles Audiointerface kommen andere Anschlussarten für dich Betracht:

Eine normale PC-Soundkarte hat in der Regel Anschlüsse für Miniklinkenstecker. Die Buchse für Mikrofone ist dabei meist rosa gefärbt. Benutzt du ein Mikrofon am PC fürs Twittern oder für Podcasts, so kannst du daher zu einem Mikro mit einem Miniklinkenkabel greifen.

Oder du nimmst ein Mikrofon mit einem USB-Anschluss.
Dafür muss dein PC nicht einmal eine Soundkarte besitzen, da der Wandler bereits im Mikrofon selbst integriert ist.

Bei einem gutklingenden USB-Mikro hast du dabei den Vorteil, dass du es an verschiedene Geräte anschließen kannst (z. B. neben deinem PC auch an ein Tablet mit USB-Anschluss) und immer guten Sound haben wirst – auch wenn diese Geräte eine schlechte Onboard-Soundkarte haben.

Bis du ambitionierter Sänger oder Musiker und willst deine Vocals live verstärken oder Aufnahmen im Heimstudio vornehmen, so wirst du ein Mikro der höheren Preisklasse haben wollen. Diese haben fast immer einen XLR-Anschluss.

Ein solcher Anschluss kann an eine PC-Soundkarte nicht angeschlossen werden, daher brauchst du hierzu ein Mischpult oder ein spezielles Audiointerface. Diese gibt es schon sehr günstig z. B. von der Firma Behringer.

Notfalls kann man auch einen XLR-Miniklinken-Adapter verwenden, allerdings haben Onboard-Soundkarten von PCs meist nur eine sehr schlechte Soundqualität. Auf den Punkt gebracht: Wenn du schon ein gutes Mikro kaufst, so sollte das Audiointerface den Sound nicht gleich wieder kaputtmachen.

Nutzung Anschluss
Heimische Nutzung am PC Miniklinke, USB
Für gute Musikaufnahmen XLR-Buchse
Wenn du dich frei bewegen willst Funkmikro, Bluetooth-Mikro

Wenn du dich beim Aufnehmen frei bewegen willst, z. B. für eine Videoaufnahme oder eine Live-Reportage, so solltest du einmal ein drahtloses Mikrofon antesten.

Solche gibt es als zum einen als konventionelle Funkmikrofone – das Mikro ist dabei per Funk mit einer Empfangsstation verbunden. Seit einigen Jahren gibt es auch aber die Möglichkeit einer Verbindung per Bluetooth zum PC.

Bei solchen Drahtlossystemen gibt es zwei Arten von Modellen: Solche mit Handsender und solche mit Taschensender.

Bei Mikros mit Handsender ist der Sender direkt im Mikrofon verbaut. Diese Mikrofone musst du – wie der Name schon sagt – in der Hand halten oder aber ganz konventionell an einem Ständer befestigen. Die Alternative ist der Taschensender: Bei diesem ist ein kleines Ansteckmikro per Mikrofonkabel mit dem Sendegerät verbunden. Letzteres kannst du zum Beispiel in einer Jackentasche mit dir führen.

Die Qualität und Reichweite von drahtlosen Mikrofonen hängt von der Preisklasse ab. Gute Bluetooth-Mikros sind z. B. recht teuer. Bei der Bluetooth-Variante musst du auch bedenken, dass andere digitale Sendegeräte wie Handys oder WLAN-Modems durch Einstreuungen Störgeräusche im Mikro verursachen können.

Ein klarer Vorteil von Bluetooth-Mikrofonen ist jedoch, dass sie mit nahezu allen modernen Geräten unkompliziert verbunden werden können und somit kein weiteres Equipment benötigt wird.

Zusätzliche Stromversorgung nötig? (Batterie, Phantomspeisung)

Wichtig bei Deiner Kaufentscheidung könnte auch die Unabhängigkeit von einer separaten Stromversorgung sein.

Das gilt gerade dann, wenn du schnell und unkompliziert über deine Soundkarte etwas aufnehmen möchtest, ohne z. B. auf eine geladene Batterie angewiesen zu sein.

Kondensatormikrofone kann man – wie oben schon erwähnt – nur mit einer zusätzlichen Stromquelle, der sogenannten Phantomspeisung betreiben. Diese wird von gewöhnlichen PC-Soundkarten nicht zur Verfügung gestellt. Hast du daher kein Mischpult oder Audiointerface, das diese liefern kann, so achte darauf, dass dein Mikro keine Phantomspeisung benötigt.

Manche Mikrofone decken ihren Strombedarf allerdings auch mit einer herkömmlichen Batterie. Willst du nicht riskieren, dass das Mikro bei leerer Batterie plötzlich seinen Dienst versagt, so kaufe ein Mikro, das rein über die Soundkarte mit Strom versorgt wird. Das ist bei den meisten preisgünstigen Consumermikros der Fall.

Mikrofontyp Stromversorgung?
Kondensatormikrofon ja (über Phantomspeisung oder Batterie)
Dynamisches Mikrofon nein
Elektret-Mikrofon nein

Für welchen Ort ist dein Mic?

Je nachdem, wie du dein Mikro einsetzen möchtest, wird auch die Art der Aufstellung oder Befestigung des Mikrofons bei deiner Kaufentscheidung eine große Rolle spielen.Willst du dich – etwa bei einem Auftritt oder einer Reportage – frei bewegen und nicht ständig „am Platz vor dem Mikro“ stehen müssen, so ist ein Ansteckmikrofon das richtige für dich.

Dieses kannst du mit einem Clip oder einer Klammer an deiner Kleidung befestigen. Solche Mikros sind meist sehr klein, so dass sie (z. B. bei einem Vortrag) auch optisch nicht stören. Durch das Anbringen auf Brusthöhe und dem damit verbundenen geringen Abstand zum Mund, weißen Ansteckmikrofone zudem eine gute Sprachqualität auf.

Daneben gibt es aber auch Modelle die du mit einem Bügel um deinen Hals hängen kannst. Umhängemikrofone sind sehr flexibel einsetzbar, da sie unabhängig von der Kleidung des Redners angebracht werden können und keine störenden Kabel hat.Mikros zum Anstecken oder Umhängen sind oft gleichzeitig auch Bluetooth- oder Funkmikrofone.

Machst du daheim am PC Sprachaufnahmen – etwa für Podcasting – oder willst du beim Skypen eine bessere Soundqualität haben, so entscheide dich für ein Mikrofonständer. Diesen gibts auch mit einem kleinen Stativ, so dass du es bequem vor dir auf den Schreibtisch stellen kannst. Viele Modelle haben dabei auch einen sogenannten Schwanenhals, mit dem du das Mikrofon beliebig in die von dir gewünschte Richtung biegen kannst.

Kaufst du dir für ein teureres Mikrofon ein Tischstativ, so achte darauf, dass dieses ausreichend standfest ist. Tischmikrofone sind vor allem bei PC-Anwendungen wie beispielsweise Youtube-Videos, Gaming oder Podcasts nützlich, da man freie Hände hat. Auch bei etwas weiterer Entfernung zum Mikrofon wird die Soundqualität nicht beeinträchtigt und muss daher nicht unmittelbar vor dem Mund platziert werden. Die meisten Tischmikrofone besitzen einen USB-Anschluss.

Ein Vorteil ist ein Stativ mit einer relativ massiven Bodenplatte. Solche Stative gibt es zum Beispiel von den Firmen Samson oder König & Meyer. Beim Auftritt auf der Bühne ist meist kein Tisch vorhanden, du brauchst also ein großes Stativ um das Mikro auf den Boden stellen zu können. Ein Stativ wird bei Bühnenmikros meist nicht mitgeliefert, du musst es separat dazukaufen. Hier erst recht unbedingt auf Stabilität achten.

Design

Das Aussehen eines Mikrofons mag für viele User nicht so wichtig sein, doch kann es sein, dass du dir ein Mikro wünschst, das nicht nur gut klingt sondern auch cool aussieht.

Um die meist in Schwarz oder Silber hergestellten Mics ein wenig aufzupimpen, gibt es im Internet diverse Designschmieden, die dein Mikrofon nach Wunsch optisch veredeln.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Mikrofon

Nützliche Fachbegriffe

Frequenzgang

Der Frequenzgang gibt an, inwiefern ein Mikrofon bestimmte Frequenzen verstärkt oder abschwächt. Bändchenmikrofone nehmen z. B. – wie schon oben erwähnt – hohe Schallanteile etwas abgeschwächt auf, manche anderen Mikrofone nehmen Tiefen nicht so gut wahr.

Auch kann ein Mikrofontyp bei ganz bestimmten Frequenzbereichen besonders kräftig ansprechen. Der Frequenzgang ist auch stark davon abhängig, aus welcher Richtung der aufgenommene Klang ertönt.

Nutzsignal

Damit ist das Signal gemeint, das du „eigentlich“ aufnehmen willst, also z. B. deine Stimme, nicht aber unerwünschtes Rumpeln oder Rauschen. Letzteres bezeichnet man als Störsignal.

Rauschabstand

Darunter versteht man das Verhältnis der Lautstärke eines störenden Rauschens zu der des Nutzsignals: Je mehr deine Stimme durch Rauschen gestört wird, desto geringer ist der Rauschabstand.

Dieser wird nicht nur bei lauterem Rauschen kleiner, sondern auch wenn – umgekehrt – deine Stimme leiser zu hören ist, das Rauschen aber gleich laut bleibt.

Impulstreue

Die Impulstreue besagt, wie exakt ein am Mikro eintreffender Schall in elektrische Schwingungen „übersetzt“ wird. Die Impulstreue wird stark durch die Empfindlichkeit der Membran beeinflusst.

Braucht die Membran eines Mikrofons länger, um sich einzuschwingen, so wird der ursprüngliche Impuls abgeschwächt, und ein Trommelschlag klingt dann z. B. auf der Aufnahme nicht mehr so knackig wie im Original.

Klirrfaktor

Unter dem Klirrfaktor bezeichnet man die Stärke unerwünschter Verzerrungen des Audiosignals, sprich: wie stark verformt sich die Wellenform bei der Aufnahme? Zumindest bei im Musikbereich verwendeten Mikros ist der Klirrfaktor heutzutage sehr gering, beim Kauf solltest du dich daher eher an anderen Faktoren orientieren.

Geschichte des Mikrofons

Erfunden wurde das Mikrofon ursprünglich 1860 als Teil einer Fernsprecheinrichtung. Der Erfinder war der Italiener Antonio Meucci, der in die USA emigriert war.

Das Mikrofon wurde danach kontinuierlich weiterentwickelt – ein großer Schritt war 1877 die Erfindung des Kohlemikrofons. Dieses bestand aus einer stromleitenden Kapsel hinter einer Membran aus Metall. In der Kapsel befanden sich leitfähige Kohlestäbe, die als Wandler dienten. Die Stäbe wurden später durch Kohlegranulat ersetzt.

In dieser Form blieb das Kohlemikrofon lange Zeit Standard – in Tonstudios bis in die 40er Jahre des 20. Jahrhunderts. In Telefonen wurde es sogar noch in den 70ern eingesetzt.

Eine neue Bedeutung erlangte das Mikrofon infolge des sich ab den 20er Jahren etablierenden Rundfunks.

In den 1930er Jahren wurde von Georg Neumann das Kondensatormikrofon erfunden. Diese Mikrofone hatten eine wesentlich höhere Qualität als Kohlemikros – erhaltene Modelle aus dieser Zeit kann man heute noch für Aufnahmen einsetzen. Das Kondensatormikrofon löste in den 40er Jahren das Kohlemikrofon als Studiostandard ab. Die von Neumann gegründete Firma gehört auch heute noch zu den renommiertesten Mikrofonherstellern.

Das Elektret-Mikrofon kam dann 1962 hinzu. Dessen Funktionsprinzip war zwar bereits seit den 20ern bekannt, doch die Umsetzung scheiterte lange mangels geeigneter Materialien. Heutige Elektretmikros arbeiten auf der Basis von Teflon-Folie.

Erwähnt sei noch das in jüngster Zeit entwickelte Laser-Mikrofon, das v. a. für Spionagezwecke interessant sein dürfte. Die „Membran“ bildet hier z. B. eine Fensterscheibe, auf die der Laserstrahl gerichtet wird. Wenn im Raum dahinter Gespräche geführt werden, erzeugt das ganz schwache Vibrationen im Glas. Diese kann man mit dem Laserlicht abtasten und so die Gespräche mithören.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.die-infografik.de/infografiken/detail/zeitstrahl-mikrofon-erfindung.html

[2] https://www.soundandrecording.de/tutorials/was-mikrofon-daten-wirklich-verraten/

Bildquelle: pixabay.com / vanleuven0

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