Willkommen bei unserem großen Kopfhörer Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Kopfhörer. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher zu machen und dir dabei helfen, den für dich besten Kopfhörer zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Kopfhörer kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Je nach Bedarf und Vorliebe eignen sich On-Ear, Over-Ear oder In-Ear Kopfhörer am besten für dich. Der Unterschied liegt dabei vor allem in der Größe und Position der Hörer am Kopf.
  • Grundsätzlich wird bei Kopfhörern zwischen offenen, halboffenen und geschlossenen Systemen unterschieden.
  • Die Anschlüsse, der Frequenzgang und integrierte Extrafunktionen, wie ein Mikrofon, sind entscheidende Kriterien, die du beim Kauf von Kopfhörern beachten solltest.

Kopfhörer Test: Favoriten der Redaktion

Die besten Over-Ear Kopfhörer

Die Marke Sony ist den Meisten wohl ein Begriff und gilt als etablierte Qualitätsmarke. Mit dem MDRZX310 wirft Sony einen Kopfhörer auf den Markt, der für nicht einmal 20 Euro anständig klingen soll. Wir sind skeptisch und haben für euch ein Auge auf das Teil geworfen.

Die Kopfhörer sind als geschlossenes Modell konstruiert. Das heißt du bist gut von Umgebungsgeräuschen abgeschirmt und es dringt auch fast nichts von deiner Musik, die du gerade hörst, nach außen. Mit den MDRZX310 wirst du also deine Mitmenschen in der U-Bahn, Straßenbahn oder Bus nicht stören.

Auch wenn du mal länger sitzen bleibst, weil du die Durchsage der Haltestellen verpasst hast. Diese wirst du nämlich mit den Hörern am Ohr nicht wahrnehmen. Das Produkt wird on ear getragen und über ein ganz normales 3,5 mm Klinkenkabel angeschlossen. Das passt an so gut wie jedes Wiedergabegerät und arbeitet tadellos. Der Stecker ist vergoldet, was eine rauschfreie und zuverlässige Übertragung garantiert.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass das Anschlusskabel nicht auf einer Seite zu den Ohrmuscheln geführt wird, sondern sich spaltet und somit rechts und links jeweils ein sehr dünner Kabelstrang zu den Ohrmuscheln führt.

Das ist Geschmackssache, sowohl was die Optik als auch was den Tragekomfort betrifft. Die schmächtigen Kabel machen uns außerdem etwas skeptisch, was die Haltbarkeit betrifft. Auf alle Fälle hast du mehr Kabel, die in der Nähe des Kopfes herumschwirren und somit auch die Bewegungsfreiheit einschränken. Ansonsten sehen die Hörer zwar edel und schlicht aus, der unverstärkte Kunststoff des Bügels macht aber einen zerbrechlichen Eindruck.

Ein ansprechendes Design, anhand dessen man nicht auf den günstigen Preis schließen würde. Es sind eher die verwendeten Materialen und die Verarbeitungsqualität, die auch bei Testern und Käufern Anlass zur Kritik gaben. Für den Preis geht die Qualität allerdings in Ordnung.

Der Frequenzgang, unsere Möglichkeit den Sound vorab einzuschätzen ohne die Kopfhörer wirklich gehört zu haben, offenbart, das der Sony MDRZX310 mit dem Kampfpreis in den oberen Frequenzen etwas abfällt.

Da die Meisten Billigprodukte in diesem Bereich eher negativ auffallen und Höhen überrepräsentieren, ist es vielleicht auch besser so. Zwar dürfte die Deutlichkeit des Basses dadurch etwas leiden, aber für den Preis ist das durchaus verschmerzbar.

Unsere Vermutungen diesbezüglich bestätigen einige Testberichte, die von einem undefinierten Klang in Tiefen- und Mittenbereich sprechen, insgesamt aber einen für diese Preisklasse ordentlichen Klang attestieren.

Der MDRZX310 kann auch als Headset benutzt werden. Ein eingebautes Mikrofon befindet sich zu diesem Zweck am Anschlusskabel dort, wo die zwei Zuleitungen zu den Ohrmuscheln sich wieder treffen.

Ansonsten gibt’s keine Extras im Lieferumfang. Erwähnenswert ist allerdings noch, dass der Kopfhörer zusammenklappbar ist und sich somit leicht verstauen lässt. Zu diesem Zweck wäre ein mitgeliefertes Transportcase natürlich eine feine Sache.

Die besten faltbaren Over-Ear Kopfhörer

Sennheiser Kopfhörer für unter 25 Euro? Man könnte durchaus stutzig werden, denn der Name Sennheiser steht in Sachen Tontechnik und Kopfhörer für hohe Qualität. Ob Sennheiser seinem guten Ruf auch in der Billigsparte gerecht wird, verraten wir dir hier.

Der Sennheiser HD 201, der kleine Bruder des bekannten HD203, ist ein geschlossener over ear Kopfhörer. Ihr könnt also mit einer vernünftigen Dämpfung von Außengeräuschen rechnen und stört zugleich auch nicht euren Sitznachbarn in der U-Bahn mit eurer Musik.

Trotz des hohen Anpressdrucks geschlossener Kopfhörer verteilt sich dieser hier, dank der over ear Bauform, auf eine relativ große Fläche. Außerdem drücken die Ohrmuscheln nicht direkt auf die Lauscher. Die Kopfhörer sind also durchaus auch für längeres Tragen geeignet. Am drei Meter langen Anschlusskabel verrichtet einer vergoldeter 3,5 mm Klinkenstecker seinen Dienst. Ein Adapter auf 6,3 mm liegt bei.

Das Design erinnert ganz und gar nicht an ein relativ billiges Produkt. Klare Linien bestimmen das Äußere des HD 201, welches Großteils in schwarz gehalten ist.

Lediglich ein Teil der Ohrmuscheln ist silber. In diesem silbernen Bereich eingelassen findet sich auch das Sennheiser Logo. Ansonsten macht der Kopfhörer einen soliden Eindruck und wirkt sehr hochwertig. Auf den günstigen Preis lässt sich also rein vom Aussehen her nicht schließen, auch wenn das Produkt nicht in Massivbauweise ausgeführt ist.

Wie schaut es denn nun mit dem Frequenzgang, der erste Hinweise auf den Klang gibt, aus? Sennheiser verspricht kraftvollen Bass-Sound. Und genau das zeigt auch die Grafik zum Frequenzgang an. Du kannst dich also auf kräftige Bässe einstellen. Das lässt das Herz aller Hip-Hop und R´n´B Fans wahrscheinlich schon einmal höher schlagen.

Im Mittenbereich beginnt die Kurve des Frequenzgangs merklich abzufallen. Was kann das für den Klang bedeuten? Das vor allem der Bass diesen Bereich etwas untergräbt. Das kann zum Beispiel bei Popmusik zulasten der Gesangsstimme gehen.

Die Höhen sind allerdings wieder sehr ordentlich präsent. Das lässt zum einen hoffen, dass der Gesang nicht allzu stark zugunsten des Tieftonanteils verschwindet und andererseits ist mit einem deutlich ortbaren Bass anstelle eines tiefen Gewummers und Gebrummes zu rechnen. Alles in allem erscheint das Frequenzband recht gut durchdacht. Vor allem in dieser Preisklasse sollten die HD 201 ganz vorne mitspielen.

Die besten In-Ear Kopfhörer

Kompakt, günstig und aus der Schmiede eines renommierten Herstellers. Klingt doch schon mal ganz gut. Womit die Sennheiser CX 300-II sonst noch punkten können und welcher Klang dich erwartet, haben wir für dich herausgefunden. Wie der Name schon nahelegt, ist der CX 300-II ein Update des CX 300.

Es handelt sich um einen halboffenen in ear Kopfhörer. Über ein asymetrisches – mehr dazu später – 120 Zentimeter langes Kabel wird die Verbindung zu deinem Wiedergabegerät hergestellt. Der vergoldete, 3,5 mm große Klinkenstecker passt an eigentlich jedes Wiedergabegerät und wird dir keine Probleme bereiten.

Die Optik ist dezent und geradlinig. Wir finden das sehr edel, müssen aber zugeben, dass Geschmäcker sicherlich verschieden sind.

Das Design polarisiert zwar mit Sicherheit nicht, ist aber trotzdem immer ein wichtiger Punkt. Auf jeden Fall ist es beim Sennheiser CX 300-II funktional und wird einen unauffälligen Halt im Ohr ermöglichen. Neben der Farbe schwarz sind die in ears auch in blau, weiß, silber, gold, chrom, pink und rot erhältlich. Hier kann man sich also rein farbtechnisch kräftig austoben.

Das Diagramm zum Frequenzgang hat uns überrascht. Für kleinen Preis erhält man hier einen besonders im Mittenbereich relativ linearen Kopfhörer, was so nicht zu erwarten war.

Die Bässe werden leicht gepusht, bei weitem aber nicht so stark, wie bei manch anderen Modellen und vor allem nicht so, dass ein hochgradig verfälschtes Klangbild zu erwarten wäre. Auch die Höhen fügen sich gut in dieses Bild ein und brechen weder weg, noch sind sie übermäßig präsent. Eine echte Überraschung in dieser Preisklasse und ein echtes Update also zu den miserablen, mitgelieferten Kopfhörern von Handys zum Beispiel.

Zum Lieferumfang gehören, neben den Kopfhörern selbst, verschiedene Ohrpassstücke, die du auswechseln kannst.

Hast du also zum Beispiel einen eher großen Gehörgang, sollte dies mit dem größten der drei Aufsätze trotzdem kein Problem darstellen und die Ohrhörer sitzen auch in diesem Fall gut und fest. Hier kannst du am besten durch rumprobieren herausfinden, welcher Aufsatz für dich am Bequemsten ist. Außerdem ist eine Tragetasche mit dabei. Man bekommt für diesen Preis also eine ganze Menge sinnvoller Gimmicks geboten.

Die besten In-Ear Kopfhörer mit verschiedenen Passstücken

Preis-Leistungssieger bei der Bild? Das schauen wir uns doch mal genauer an. Auf den ersten Blick schauen die Panasonic RP-HJE125E-K nämlich aus wie ganz gewöhnliche billig in ears. Aber seht selbst, ob mehr dahinter steckt.

Das Ganze sieht zunächst einmal, so langweilig es klingen mag, nach ganz normalen 08/15 Ohrstöpseln aus. Neben schwarz gibt es diese in ears auch noch in zahllosen anderen Farbvarianten.

Aufgrund fehlender Angaben nehmen wir an, dass die Kopfhörer halboffen gebaut sind, wie es die meisten in ear Stecker sind. Der Anschlussstecker ist 90° gewinkelt. Das heißt nach dem eigentlichen Metallstecker ist sofort ein rechtwinkliges Eck. Das kann für manche Anwendungen Vorteile bringen, im Endeffekt ist es aber ziemlich egal.

Der Stecker ist 3,5 mm groß, passt also bei allen Handys und Mp3 Playern. Er ist aber leider nicht vergoldet. Das kann zu unschönen Knarzgeräuschen führen, wenn ihr euch viel bewegt und begünstigt außerdem Rauschen.

Neben der schwarzen Variante gibt es auch noch sieben andere Farben zur Auswahl. Wer es also gerne farbenfroh mag, hat hier genügend Auswahl. Ansonsten gibt es nicht viel zu bewerten. Ohrstöpsel eben. Wie bei den meisten in-ears in diesem Segment sind zum Frequenzganz keine Informationen zu finden. Daher können wir an dieser Stelle auch keine Vorschau auf den Klang geben.

Testberichten entnehmen wir aber, dass die Bässe, im Vergleich zu anderen Billig Ohrstöpseln, ganz gut abgebildet werden, die Höhen allerdings weniger brauchbar sind. Wir wollen hier nochmals darauf hinweisen, dass man für weniger als zehn Euro keine gut klingenden Kopfhörer finden wird. Maximal weniger schlecht klingende als der Rest.

„Aber das ist doch der Preis- Leistungssieger bei der Bild!“ hör ich euch protestieren. Ja, stimmt. Aber schaut mal, was die Bild in diesem Bericht schreibt: „Der Panasonic RP-HJ125 überraschte im Test, er klang angenehm und nur etwas weniger fein zeichnend als die Konkurrenz. Panasonic bietet den 125er in vielen bunten Farben an, ansonsten macht das 10 Gramm leichte Plastikteil nicht viel her.

Eine Headset-Funktion fehlt ebenso wie jegliches Zubehör. Aber dafür kostet der Panasonic gerade mal 10 Euro und klingt besser als Beipack-Stöpsel.“ Außerdem bekam er nur ein befriedigend. Man sollte sich hier also nicht hinters Licht führen lassen.

Besonderheiten fehlen fast völlig. Erwähnenswert ist jedoch, dass sich drei Ohrpasstücke in den Größe small, medium und large im Lieferumfang befinden.

Ihr könnt also, je nach Größe eures Gehörgangs, den passenden Aufsatz wählen und diese auch tauschen. Das garantiert festen Halt und verbessert zusätzlich die Abschirmung nach außen. Auf jeden Fall ein sehr guter Einfall von Panasonic und in dieser Preisklasse absolut nicht Standard.

Die besten Wireless In-Ear Kopfhörer

Speziell für sehr aktive und sportbegeisterte Nutzer hat der US-amerikanische Hersteller Bose die Soundsport in ear Kopfhörer entwickelt. Um den außergewöhnlichen Anforderungen dieser Käuferschicht gerecht zu werden, ist dieses Modell nach Angaben des Herstellers nicht nur wasserresistent, sondern auch gegen Schweiß bestens geschützt.

Die Bose Soundsport sind wireless Headphones, also kabellose Kopfhörer. Dieser Begriff im Zusammenhang mit diesem Produkt könnte jedoch etwas verwirrend sein. Tatsächlich gibt es nämlich doch ein Kabel. Es verbindet die beiden Ohrteile und wird während des Tragens um den Nacken gelegt. Das wars dann aber auch schon wieder mit Drähten, denn die Anbindung zum Abspielgerät erfolgt mittels Bluetooth.

Die Ohrpassstücke sind aus Silikon gefertigt, schauen jedoch etwas ungewöhnlich aus. Eine Art „Hörnchen“, welches sich in der Ohrmuschel des Trägers festklemmt, soll den eigentlichen Ohrstöpsel in Position halten.

Das klingt etwas brutal und unbequem, soll aber laut den Kundenrezensionen ganz gut funktionieren. Das Ohrpassstück selbst, also der Teil des Kopfhörers, der in deinen Gehörgang eingeführt wird, ist austauschbar und in den drei verschiedenen Größen S, M und L im Lieferumfang enthalten.

Egal also, wie groß deine Ohren sind und welchen noch so bewegungsintensiven Sport du ausübst: die Dinger werden halten. Die Akku Laufzeit beträgt ordentliche sechs Stunden. In nur einer Viertelstunde ist der Akku auch schon wieder halbvoll aufgeladen.

Die Bose Soundsport fallen deutlich größer aus als herkömmliche in ears. Guter Klang und gute Treiber scheinen einfach mehr Platz zu brauchen. Störend sollte sich die Größe allerdings nicht auswirken, die Optik ist allerdings in der Tat gewöhnungsbedürftig. In Nutzerkommentaren wurden Vergleiche zum Aussehen von Cyborgs gezogen.

Das Gewicht ist mit 23 Gramm trotzdem federleicht. Ansonsten ist das Design schlicht und edel gehalten. Neben der Farbkombination schwarz/ blau gibt es auch noch ein Modell in ganzheitlichem weiß.

Es gibt etwas, das man den „Bose Sound“ nennt. Und der Frequenzgang der Soundsport Kopfhörer sieht aus, als würde man genau diesen speziellen Sound auch hier finden. Das heißt wir erwarten keinen ansatzweise neutralen Klang; ganz im Gegenteil.

Das Frequenzprofil sieht aus wie eine Badewanne. Hervorgehobene Bässe und Höhen und vernachlässigte Mitten. Das ist zwar schlecht für die meisten Stimmen, aber gut für treibende Beats. Für diesen besonderen Einsatzzweck wahrscheinlich ein Vorteil. Zumindest kennen wir wenige, die mit James Blunt im Ohr laufen gehen. Eher schon mit Daft Punk. Und die werden in den Soundsport In Ears noch mehr antreiben.

Die Bose Soundsport rühmen sich mit Wasser- und Schweißresistenz. Rein optisch lässt sich das schon an den abgedeckten und somit gut geschützten Micro USB Anschlüssen erkennen. Wirklich wasserdicht sind die In Ears jedoch nicht. Zumindest findet sich kein entsprechendes Zertifikat auf dem Produkt oder der Verpackung. Laut Bose wirst du beim Laufen im Regen aber keine Probleme haben.

Weiters ist im Kabel eine Fernbedienung integriert, um Gespräche anzunehmen, denn auch das können die Dinger. Außerdem kannst du mit diesem Schalter auch die Lautstärke ändern, ohne deinen Wiedergabegerät aus der Tasche holen zu müssen. Mit der Bose Soundconnect App ist es außerdem möglich aus einer Soundquelle, zum Beispiel deinem Handy, zwei Bose Kopfhörer gleichzeitig zu bespielen.

Weiters ist im Lieferumfang, neben Kurzanleitung, USB Ladekabel und dein verschiedenen Ohrstücken, auch ein schickes Transportetui enthalten.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Kopfhörer kaufst

Was sind die Unterschiede zwischen on ear, over ear und in ear Kopfhörern?

Unabhängig davon, ob man sich für ein offenes, halboffenes oder geschlossenes Kopfhörersystem entscheidet, gibt es ohraufliegende (on ear), ohrumschließende (over ear) und im Ohr (in ear) Modelle. Bei dieser Entscheidung geht es also rein um die Trageweise der Ohrmuscheln.

Bei ohraufliegenden Hörern liegt der Polster direkt auf dem Ohr. Die Folge ist, dass sie meist nicht so sicher sitzen und nach einiger Zeit unangenehm werden können. Dafür sind solche Modelle meist leichter und günstiger. Die Polster ohrumschließender Systeme, umschließen das Gesamte Ohr.

Der Druck wird großflächiger verteilt und da das Ohr ein Verrutschen verhindert, sitzen die Kopfhörer sicher an ihrem Platz. In ear Kopfhörer sitzen im Ohr. Sie sind klein, leicht und unauffällig. Ob die Ohrstöpsel gut sitzen hängt wesentlich vom Modell ab. Den besten Halt bieten individuell angepasste Modelle zum Beispiel vom Hörgeräteakustiker.

In-Ear-Kopfhörer sind im Alltag am weitesten verbreitet.

Wozu benutzt du deine Kopfhörer?

Willst du beim Joggen deine Lieblingsmusik hören? Oder deine Aufnahmen in deinem eigenen Homerecording Studio abhören? Oder suchst du Kopfhörer für deine DJ Sets am Wochenende?

Jeder Kopfhörer hat sein Spezialgebiet. Während es beim Joggen im Freien zum Beispiel vor allem auf einen unkomplizierten, kleinen Wegbegleiter im Ohr ankommt, ist in Tonstudios vor allem der Sound entscheidend. In der folgenden Tabelle findest du unsere Empfehlungen:

Einsatzgebiet Empfohlenes Kopfhörersystem
Joggen / Radfahren / Outdoorsport Offene, wireless, in ears
Fitnessstudio / Indoorsport Offene oder geschlossene, kabellose in ears
Musikhören unterwegs Offene, kabellose, ohrumschließende oder in ear Kopfhörer
Fernsehen und Heimkino Offene oder halboffene, kabellose, ohrumschließende Kopfhörer
PC und Gaming Offene oder halboffene, ohrumschließende, kabelgebundene Kopfhörer
Tonstudio Offene, ohrumschließende, kabelgebundene Kopfhörer
Live Gigs / Dj Sets Geschlossene, ohraufliegende oder ohrumschließende, kabelgebundene Kopfhörer

Für unterschiedliche Bereiche gibt es spezielle Produkte: Gaming-Kopfhörer, DJ-Kopfhörer und so weiter.

Welche Vorteile und Nachteile haben wireless Headphones?

Kopfhörer ohne Kabel efreuen sich bei vielen großer Beliebtheit, das sie kompakt sind und man keinen „Kabelsalat“ zu befürchten hat. Aber es gibt auch Nachteile.

Vorteile
  • Ungebunden
  • Kein Kabelsalat
  • Keine Kabelbrüche oder defekte Stecker
Nachteile
  • Verbindungsstörungen
  • Eingeschränkte Reichweiten
  • Qualitätsverlust bei Signalübertragung

Kabellose Varianten sind eine gute Lösung für das tägliches Musikhören, vor allem beim Sport. Hochwertige Modelle sind auch für Heimkino Anlagen geeignet.

Kopfhörer sind kleine Schallwandler, die an oder in den Ohren getragen werden. In der Frühzeit des Radios wurde nur über Kopfhörer gehört; allerdings in Mono, d. h., auf beiden Hörkapseln war das gleiche Audiosignal. Es gibt auch Kopfhörer mit nur einer Hörkapsel. (Bildquelle: pixabay.com / herbert2512)

Was bedeuten Schalldruckpegel, Klirrfaktor, Watt, Impedanz, Übertragungsbereich und Belastbarkeit?

Wenn man sich die Produktbeschreibungen von Kopfhörern durchliest stolpert man oftmals über Begriffe, mit denen man auf Anhieb nichts anfangen kann. Um dir ein bisschen aus der Verwirrung zu helfen, haben wir nachfolgend die geläufigsten dieser Begriffe für dich kurz und knapp definiert.

Technisches Detail Bedeutung
Schalldruckpegel Maß für Lautstärke, kein Garant für geringe Verzerrung und guten Klang
Klirrfaktor Gibt an, wie stark verzerrt das Signal wiedergegeben wird
Watt Einheit für Leistung, aber kein Indikator für die Lautstärke
Impedanz Wechselstromwiderstand der Spulen in Lautsprechern und Kopfhörern
Übertragungsbereich Bandbreite der Frequenzen, die ein Kopfhörer wiedergeben kann. Wichtig ist vor allem der Bereich von 16 Hertz bis 20 Kilohertz. Niedrigere oder höhere Frequenzen sind für Menschen nicht hörbar
Belastbarkeit Zugeführte Leistung, die der Kopfhörer aushalten kann, ohne Schaden zu nehmen

Welchen Anschluss haben meine Kopfhörer?

Viele Kopfhörer für den professionellen Musikmarkt sind mit vergoldeten 6,3 mm Klinkensteckern ausgestattet. Produkte für Normalverbraucher meist mit einem 3,5 mm Klinkenstecker, der in alle Handys und MP3 Player passt.

Entsprechende Adapter finden sich aber fast immer im Zubehör. Vergoldete Stecker garantieren eine rauschfreie Übertragung und sind sehr zu empfehlen. Entscheidest du dich für die kabellose Variante ist zu beachten, dass dein Wiedergabegerät die Art der drahtlosen Übertragung (zum Beispiel Bluetooth) auch unterstützt.

Robert James PerkinsDJ & Musik-Experte

„Man sollte sich überlegen, man ob InEar- oder OnEar-Kopfhörer bevorzugt. In einer Studio-Situation greife ich immer auf OnEar Kopfhörer zurück, da der Tragekomfort bei langen Mix- oder Mastering-Sessions sehr wichtig ist. In einer Sport-Situation oder auch privat, greife ich gerne auf InEar Kopfhörer zurück, weil man hier beweglicher ist und nicht gleich immer aussieht wie ein Hase auf der Flucht. Klang technisch muss jeder für sich feststellen was Ihm mehr liegt, ausgewogener klarer Klang oder Bass lastiger wie z.b. Bei den Beats by Dre.“

Wie viel kosten gute Kopfhörer?

Richtig gute Kopfhörer können auch schnell richtig teuer werden. Für den Durchschnittsanwender muss es aber nicht immer das Beste vom Besten sein.

Wie viel kostet denn nun ein guter und günstiger Kopfhörer? Ab 50 Euro bekommst du schon ein vernünftiges Modell. Gute Mittelklasse Modelle liegen bei etwa 150 Euro. Nach oben hin sind fast keine Grenzen gesetzt. Professionelle Kopfhörersysteme beginnen bei etwa 300 Euro.

Abzuraten ist auf jeden Fall von den billigen in ears, die manchen Handys oder Mp3 Playern beiliegen oder die es im Elektromarkt an der Kasse zu kaufen gibt. Sowohl die Verarbeitung der Kabel und Stecker als auch der Klang und die Passform sind hier durch die Bank miserabel.

Wo kann man Kopfhörer kaufen?

Das Angebot ist fast unüberschaubar und Kopfhörer gibt es in jedem Elektromarkt und online zu kaufen. Wir empfehlen aber, verschiedene Modelle probezuhören, denn nicht jeder Kopfhörer klingt bei gleicher Musik auch gleich.

Am besten kannst du das in großen Elektromärkten oder bei Musikgeschäften mit einem großen Tontechnik Sortiment. Nimm zum Testhören am besten einen Song, den du gut kennst. So bemerkst du die unterschiedlichen Klangeigenschaften der verschiedenen Modelle am besten.

Entscheidung: Welche Arten von Kopfhörern gibt es und welche sind die richtigen für dich?

Es gibt drei grundverschiedene Kopfhörersysteme, zwischen denen du dich entscheiden musst:

  • Offene Kopfhörer
  • Geschlossene Kopfhörer
  • Halboffene Kopfhörer

Alle drei Systeme gibt es sowohl als ohraufliegend (on ear), ohrumschließend (over ear) und im Ohr (in ear) getragene Ausführungen. Die Tatsache, dass ein Kopfhörer zum Beispiel geschlossen ist, sagt also noch nichts über sein äußeres Erscheinungsbild und seine Tragweise aus. Außerdem gibt es alle drei Kopfhörerarten sowohl mit Kabel als auch kabellos (zum Beispiel als Funk-Kopfhörer oder Bluetooth-Kopfhörer).

Welches System du wählst ist also maßgeblich davon abhängig, wofür du sie verwendest. Wir stellen dir hier die verschiedenen Arten von Ohrhörern vor, beleuchten Vor- und Nachteile und helfen dir, den passenden Kopfhörer für dein Einsatzgebiet zu finden.

Was sind offene Kopfhörer und für welche Einsatzgebiete sind sie geeignet?

Offene Kopfhörersysteme schirmen das Ohr nur wenig gegen Störgeräusche von außen ab und liefern ein natürliches und räumliches Klangbild. Sie werden zum Beispiel zum Abmischen im Tonstudio verwendet, sind aber auch ideal für das Heimkino, zum Gaming am PC oder zum Musikhören unterwegs am Handy oder IPod.

Im alltäglichen Leben können wir Menschen zuordnen, aus welcher Richtung sich ein Auto nähert. Der Grund dafür ist, dass die Lautstärke des herannahenden Autos nicht an beiden Ohren gleich hoch ist.

Kommt das Auto zum Beispiel von rechts, ist das rechte Ohr einem höheren Schalldruck ausgesetzt als das Linke. Nichtsdestotrotz nimmt auch das linke Ohr diesen Schall wahr. Nur eben leiser. Dieses Phänomen nennt an räumliches Hören.

Offene Kopfhörer wollen Musik möglichst natürlich wiedergeben. Sie müssen also auch in der Lage sein, räumliches Hören zu ermöglichen. Um einen Raumklangeffekt zu erzielen, sind die Ohrmuscheln meist geschlitzt oder perforiert.

Vorteile
  • Natürliches und räumliches Klangbild
  • Bequem zu tragen
Nachteile
  • Anfällig für Störgeräusche von außen
  • Hoher Preis

Dadurch kann zum Beispiel dein rechtes Ohr auch ganz leise den Klang aus der linken Ohrmuschel wahrnehmen und umgekehrt. Das reicht um dem Gehirn diesen räumlicheren Eindruck zu vermitteln.

Offene Kopfhörer liegen locker auf und sind auch relativ leicht. Die Ohrmuscheln ermöglichen außerdem Frischluftzufuhr, was im Sommer von Vorteil sein kann, um nicht ins Schwitzen zu kommen. Offene Systeme werden zum Beispiel in Tonstudios verwendet um bereits aufgenommen Aufnahmen abzuhören und zu mischen.

Auch für das Heimkino oder zum normalen Musikhören ist dieses System zu empfehlen, da in Filmmusik und auch klassischer Musik räumliche Soundeffekte eine große Rolle spielen.

Geeignet sind offene Kopfhörer vor allem für die Bereiche Fernsehen und HiFi, Gaming am PC, tägliches Musikhören und das Abmischen von Musikproduktionen.

Was sind geschlossene Kopfhörer und für welche Einsatzgebiete sind sie geeignet?

Geschlossene Kopfhörer isolieren das Ohr fast vollständig gegen Störgeräusche von außen ab, ermöglichen aber nur einen sehr eingeschränkten Raumklangeffekt. Durch den hohen Anpressdruck kann diese Art von Hörern außerdem schnell unbequem werden.

Im Gegensatz zum offenen System sind die Ohrmuscheln komplett geschlossen. Zusätzlich werden härtere Ohrpolster verwendet und die Kopfhörer werden richtiggehend gegen das Ohr gepresst, um eine möglichst gute Isolierung nach außen gewährleisten zu können.

Das kann nach einiger Zeit zu Beschwerden wie Kopfschmerzen führen. Außerdem entwickelt sich vor allem im Sommer viel Wärme und man beginnt zu schwitzen.

Dafür können geschlossene Kopfhörer Bässe und tiefe Töne besser wiedergeben. Am Meisten von der Isolation nach außen profitieren DJs und Musiker in Aufnahmesituationen oder bei Live Auftritten. Der Bassist einer Band steht zum Beispiel auf den meisten Bühnen hinter der Beschallungsanlage.

Vorteile
  • Wenige Störgeräusche von außen
  • Gute Basswiedergabe
Nachteile
  • Auf Dauer unbequem zu tragen
  • Im Alltag und im Verkehr zu gefährlich

Das führt dazu, dass er gar nicht wirklich hört, was er spielt, da der Ton der Beschallungsanlage auf das Publikum gerichtet ist. Um trotzdem sich selbst und seine Mitmusiker hören zu können, wird den Musikern ein extra Mix des Gesamtklangs, der sogenannte Monitormix, zur Verfügung gestellt. Durch die starke Isolation geschlossener Kopfhörer nach Außen, ist dieser Monitormix selbst bei lautem Publikum besonders klar zu hören.

Zum Musik hören auf dem IPhone oder dem Mp3 Player sind geschlossene Systeme nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Vor allem im Straßenverkehr kann es zu gefährlichen Situationen kommen, da man zum Beispiel herannahende Fahrzeuge nicht früh genug wahrnimmt. Auch für Heimkino Anwendungen sind geschlossene Modelle nicht zu empfehlen.

Um das Problem des geringen Tragekomforts zu lösen und trotzdem möglichst wenige Störgeräusche von außen zuzulassen gibt es seit einiger Zeit Headphones mit noise cancelling Funktion. Im Prinzip nimmt ein kleines Mikrofon an der Außenseite die Umgebungsgeräusche auf und mischt ein dazu phasenverkehrtes Signal dem eigentlichen Ton in den Kopfhörern bei.

Durch diese Phasenumkehr sollen die Störgeräusche eliminiert werden. Allerdings leidet für professionelle Anwendungen und audiophile Nutzer die Tonqualität zu sehr unter diesem Verfahren.

Geeignet sind geschlossene Kopfhörer vor allem für DJs und Musiker im Livebetrieb, laute Umgebungen und basslastige Musik.

Was sind halboffene Kopfhörer und für welche Einsatzgebiete sind sie geeignet?

Halboffene Systeme sind eine Mischung aus den zuvor genannten Modellen und finden häufig im Heimkino Bereich oder zum Musikhören auf dem Handy oder Mp3 Player Anwendung.

Nur wenige Kopfhörer werden in halboffener Bauweise hergestellt, da man entweder einen natürlichen und räumlichen Klang wie bei offenen Systemen möchte oder eine Größtmögliche Isolation nach außen wie bei geschlossenen Ohrmuscheln.

Vorteile
  • Kompromiss zwischen offenem und geschlossenem System
  • Bequem zu tragen
Nachteile
  • Weder vollkommen natürliches und räumliches Klangbild, noch perfekte Isolierung nach Außen

Die halboffene Variante bietet also einen Kompromiss: leichte Isolierung und somit Unterdrückung von Störgeräuschen aus der Umwelt und einen vernünftigen räumlichen Klang. Durchaus also eine Möglichkeit zum Fernsehen oder den alltäglichen Musikgenuss.

Geeignet sind halboffene Kopfhörer vor allem für die Bereiche Heimkino und HiFi, Gaming am PC und den täglichen Musikgenuss.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Kopfhörer vergleichen und bewerten

Im Folgenden Abschnitt möchten wir dir zeigen, auf welche Faktoren es beim Kauf von Kopfhörern ganz besonders ankommt. Dadurch wird es dir leichter fallen, dich im Produktdschungel zu orientieren und die für dich passenden Headphones zu finden.

Auf diese Eigenschaften solltest du besonderes Augenmerk legen, bevor du dich für einen Kopfhörer entscheidest:

  • Bauart
  • Trageweise
  • Anschlüsse
  • Frequenzgang
  • Extras und besondere Funktionen

Was mit diesen Dingen gemeint ist und warum sie wichtig sind, erfährst du jetzt.

Bauart

Wie du vielleicht bereits aus dem Abschnitt „Entscheidung“ weißt, ist die Bauart deiner Kopfhörer das entscheidendste Kriterium. Wir unterscheiden hierbei drei Formen: offene, halboffene und geschlossene Kopfhörer.

Offene Kopfhörer sind die erste Wahl für all diejenigen, denen ein natürlicher und harmonischer Klang wichtig ist. Wenn du zum Beispiel gerne klassische Musik hörst oder in deinem Heimkino die Filmmusik über deinen Kopfhörer genießen willst, sind offene Modelle die beste Wahl.

Durch die geschlitzten oder perforierten Ohrmuscheln dringt die Musik auch nach außen. Das hat zur Folge, dass dein rechtes Ohr nicht nur den Klang aus der rechten Seite des Kopfhörers wahrnimmt, sondern auch ganz leise den Sound der anderen Seite.

Warum das wichtig ist für dich? Nur durch diese Anordnung ist es unserem Gehirn möglich räumlich zuhören. Bei Hip-Hop oder R´n´B spielt das eine eher untergeordnete Rolle. Bei Dialogen im Film oder bei Filmszenen, beispielsweise mit vorbeireitenden Pferden, macht ein räumlicher Klangeindruck aber einen wesentlichen Bestandteil des Hörvergnügens aus.

Ein weiterer Vorteil offener Kopfhörer, unabhängig vom Musikstil, ist, dass du zum Beispiel U-Bahn Durchsagen hören kannst, selbst wenn du deine Kopfhörer trägst und gerade Musik hörst. Zumindest wenn diese auf normaler Lautstärke ist.

Besonders im Straßenverkehr kann das auch für deine Sicherheit wichtig sein, um herannahende Autos oder klingelnde Fahrradfahrer rechtzeitig zu hören. Auch der Tragekomfort ist bei offenen Kopfhörern meist besser, da sie nicht so stark gegen das Ohr gepresst werden wie die geschlossene Variante.

Du hörst gerne Hip-Hop oder EDM? Dann wirst du mit der exzellenten Basswiedergabefähigkeit geschlossener Kopfhörer deine Freude haben. Bedenken solltest du dabei allerdings, dass du die Durchsagen in Bus oder Bahn mit geschlossenen Kopfhörern nicht hören wirst, da diese Kopfhörerform dich akustisch stark von der Außenwelt abschirmt.

Außerdem solltest du bei deiner Entscheidung beachten, dass viele der geschlossenen Modelle einen hohen Anpressdruck auf deinen Kopf ausüben. Das kann bei empfindlichen Menschen nach längerem Tragen durchaus zu Kopfschmerzen führen. Außerdem werden deine Ohren auch nicht mit frischer Luft versorgt, da die Ohrmuscheln komplett geschlossen sind. Vor allem im Sommer kann das unangenehm werden.

Eine Lösung für dieses Komfortproblem können Kopfhörer mit einer sogenannten noise cancelling Funktion sein. Die Geräuschreduzierung erfolgt dabei auf elektronischem Wege, weshalb die Hörer weniger stark an deinen Kopf gepresst werden müssen.

Zwar leidet auch der Klang etwas unter dieser Funktion, aber für den normalen Verbraucher sollte das verschmerzbar sein. Wer mit diesen Nachteilen leben kann und Bass will, ist mit geschlossenen Kopfhörern also gut beraten.

Du kannst dich nicht zwischen der offenen und der geschlossenen Variante entscheiden? Findigen Tontechnikern und Entwicklern sei Dank gibt es das Beste aus beiden Welten vereint in halboffenen Kopfhörern. Diese stellen einen Mittelweg dar, können daher auch nichts ganz gut. Wer seine Kopfhörer allerdings mit einem extrem breiten Einsatzbereich konfrontiert, kann mit dieser Lösung sein Glück finden.

Wie du siehst kann man nicht sagen, dass geschlossene Kopfhörer besser klingen als offene oder andersrum. Die Entscheidung für eine Bauart hängt rein von dir und deinen Präferenzen ab. Diese solltest du dir vor dem Kauf also auf jeden Fall verdeutlichen.

Denn mit geschlossenen Kopfhörern, die dich stark von der Außenwelt isolieren, im Stadtverkehr am Fahrrad unterwegs zu sein, kann fatal enden. Andererseits wirst du für deine DJ Sets am Wochenende nicht um die geschlossene Variante umherkommen. Du siehst also: jedem Einsatzbereich seine spezielle Bauart.

Trageweise

Völlig unabhängig vom Klang ist die Trageweise deiner Kopfhörer. Die drei Varianten – ohrumschließend (over ear), ohraufliegend (on ear) und im Ohr (in ear) sind also reine Geschmackssache.

In ears sind vor allem zum Joggen oder generell für unterwegs eine tolle Lösung, da sie klein und damit schnell verstaut sind. Außerdem gibt es keinen Bügel, der zum Beispiel auf die Brille drückt. Manche Hersteller legen verschieden große Ohrstücke bei, um die Größe deinem Gehörgang anpassen zu können. Wer etwas mehr investieren will, kann sich in ears auch nach Maß anfertigen lassen.

Am besten lässt du dich dazu beim Hörgeräteakustiker beraten. Over ears sitzen meist etwas besser als on ears. Wenn du aber nicht gerade zu headbangen anfängst, ist dieser Unterschied vernachlässigbar. Alles in allem ist diese Entscheidung also Geschmackssache. Die Kopfhörer vorher auszuprobieren kann sich hier lohnen.

Anschlüsse

Passen die Kopfhörer überhaupt an deinen Mp3 Player? Oder willst du sowieso lieber kabellos hören? Kompatibilitätsprobleme sind mittlerweile zum Glück sehr selten. Für den Consumer Bereich hat sich der 3,5 mm Klinkenstecker als Standard herauskristallisiert; als drahtlos Standard fungiert meist Bluetooth.

Das heißt deine Kopfhörer passen an so gut wie jedes Handy und jeden Mp3 Player. Aufgepasst allerdings beim IPhone 7: Apple hat sich bei seinem neuesten Modell den Klinkenstecker gespart. Du kannst aber über den Lightning Anschluss und einen Adapter deine Kopfhörer anschließen. Oder eben über Bluetooth. Das wird in den allermeisten Fällen problemlos funktionieren.

Für den Normalverbraucher sind auch Klangverluste, wie zum Beispiel eben durch Adapter oder Übertragung per Bluetooth, hinnehmbar. Auf was du allerdings unbedingt achten solltest ist, dass deine Stecker mit Gold beschichtet sind. Das garantiert weniger rauschen und knarzen.

Frequenzgang

Der Frequenzgang wird für dich zwar nur von sehr untergeordnetem Interesse sein, ein paar Worte wollen wir aber trotzdem darüber verlieren. Vor allem, weil sich so auch erklärt, warum ein und derselbe Song auf verschiedenen Kopfhörern anders klingen kann.

Im Bereich der Akustik haben wir es vor allem mit Schallwellen zu tun. Schallwellen sind, stark vereinfacht gesagt, nichts Anderes als Schwingungen. Aber nicht alle diese Schwingungen kann der Mensch über das Ohr wahrnehmen. Nur wenn etwas zwischen 20 Mal bis 20000 Mal pro Sekunde schwingt, können wir es hören.

Da es etwas umständlich ist dauernd zu sagen „XY schwingt 20 Mal pro Sekunde“ gibt es dafür die Einheit Hertz. Schwingt etwas einmal pro Sekunde, so schwingt es mit einem Hertz. Der Hörbereich des Menschen erstreckt sich also von 20 Hertz bis 20000 Hertz. Im Bereich von 80 Hertz bis 12000 Hertz bewegt sich die menschliche Stimme.

Es ist leicht möglich Kopfhörer so zu bauen, dass bestimmte Frequenzbereiche bewusst angehoben werden. Entscheidet man sich zum Beispiel dazu, Frequenzen von 50 Hertz bis 7000 Hertz anzuheben, profitiert die menschliche Stimme nur wenig davon. Basstöne hingegen jedoch sehr viel.

Du wirst also einen basslastigeren Klang wahrnehmen. Toll für Techno, weniger prickelnd für französische Chansons. Bei einem anderen Kopfhörermodell kann dieser Frequenzgang natürlich ganz anders aussehen. Dementsprechend klingen die Kopfhörer auch anders.

Wünschenswert ist ein linearer Frequenzgang, der weder bestimmte Bereiche anhebt noch absenkt. Das zu realisieren ist allerdings unmöglich. Dem Ganzen ein Schnippchen schlagen kannst du aber sowieso mit dem Equalizer, kurz EQ, den die meisten Mp3 Player und Wiedergabesoftwares an Board haben.

In dieser Einstellung kannst du selbst bestimmen, wie stark welche Frequenzen angehoben oder abgesenkt werden. Sollten deine Kopfhörer also Bässe schlecht wiedergeben, kannst du diesen Schwachpunkt direkt am Wiedergabegerät kaschieren.

Zwischen 20 bis 20.000 Hz sollte der Frequenzbereich umfassen. Zum Genuss kann auch unterschwellig gehörte Musik beitragen.

Extras und besondere Funktionen

Schnick Schnack hält sich im Kopfhörersegment in Grenzen. Extras bewähren sich hier nur, wenn sie auch nützlich sind. Wie zum Beispiel die noise cancelling Funktion oder die Bedienung direkt am Anschlusskabel.

Bereits mehrmals war von Kopfhörern mit noise cancelling Funktion die Rede. Kurz gesagt versucht man dabei, die Isolation der Ohren gegenüber äußerem Störgeräuschen nicht auf mechanischem Wege (zum Beispiel durch starkes Anpressen an den Kopf), sondern auf technischem Weg du gewährleisten.

Das kann zu einem sehr interessanten Feature werden, wenn du einen geschlossenen Kopfhörer haben möchtest, dir allerdings der Druck vieler Modelle zu groß ist.

Eine weiteres sinnvolles Extra ist ein Schalter direkt am Anschlusskabel. Dies hat den Vorteil, dass du um lauter zu drehen nicht wieder dein Handy aus der Tasche kramen musst. Der Funktionsumfang reicht dabei von ein/ aus über lauter/ leider bis hin zum Umschalten zwischen Musik und Telefonaten, bei Modellen, in denen auch ein Mikrofon integriert ist.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Kopfhörer

Wer hat die Kopfhörer erfunden?

Der Erfinder der Kopfhörer lässt sich bis heute nicht eindeutig feststellen. Bereits beim von Alexander Graham Bell erfundenen Telefon handelte es sich im Prinzip um einen Kopfhörer, der gleichzeitig auch als Mikrofon diente und deshalb zwischen Kopf und Mund hin und her bewegt werden musste. Oft genannt wird auch Nathaniel Baldwin, der 1910 seine „Baldy Phones“ Kopfhörer auf den Markt gebracht hat.

Wie funktionieren Kopfhörer?

Im Prinzip sind Kopfhörer am Ohr getragene Schallwandler. Das heißt die elektrischen Signale, die zum Beispiel aus deinem Handy kommen, werden in Schallwellen umgewandelt. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten und Schallwandlertechniken.

foco

Wusstest du, dass die Kopfhörer von Beats Electronics zu den erfolgreichsten vermarkteten Kopfhörerern der Welt gehören?

Apple hat Beats Electronics 2014 für etwa 3,1 Milliarden USD gekauft, wodurch der bekannte Rapper und Erfinder Dr. Dre (eigentlich Andre Young) auf einen Schlag um fast 500 Mio. USD reicher wurde.

In deinem Kopfhörer ist vermutlich ein elektrodynamischer Schallwandler verbaut. Dabei bewegt sich eine Spule in einem Magnetfeld. Angetrieben wird sie dabei von den elektrischen Kräften, die aus deinem Handy durch das Kabel in den Hörer gelangen. Als Gegenpart zu dieser Kraft wirkt das Magnetfeld. Durch dieses Zusammenspiel bewegt sich die Spule und setzt die Membran im Kopfhörer in Bewegung.

Das kannst du selbst spüren, wenn du die Musik aufdrehst und in die Mitte der Hörmuschel greifst. Die Membran setzt in der Folge die Luft in Bewegung und an diesem Punkt sind wir auch schon bei der Musik, die physikalisch gesehen nicht viel mehr als bewegte Luft, sogenannte Schallwellen, ist.

Kann man Kopfhörer reparieren lassen?

Ja, kann man. Vor allem Defekte im Bereich der Anschlusskabel (wie zum Beispiel ein Kabelbruch) sind leicht zu beheben. Aber auch größere Schäden innerhalb der Elektronik in deinen Kopfhörern können oft repariert werden.

Am besten suchst du dafür einen Elektronikfachmarkt, einen Fachmarkt für Tontechnik oder ein Musikgeschäft mit entsprechendem tontechnischem Angebot auf.

Welche Kopfhörer benutzen die Stars?

Quincey Jones, der Produzent von Michael Jackson, schwört auf den Q701 des österreichischen Herstellers AKG. „Das sind die einzigen Kopfhörer, bei denen ich genau den Sound spüre, den wir für „Billie Jean“ gesucht haben“ schwärmt der amerikanische Soundtüftler.

Thurston Moore, Gründer von Sonic Youth, schwärmt von Bowers& Wilkins´ P9 Kopfhörern, die auch in einer kabellosen Variante zu haben sind.

Der Sennheiser HD 25 ist in DJ Kreisen ein wahre Legende und mit einem Preis von ungefähr 150 Euro für jedermann erschwinglich. Und was für Top Acts wie Martin Solveig gut genug ist, kann nicht so schlecht sein.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.computeruniverse.net/kaufberatung/185-30000577/kopfhoerer.asp

[2] http://www.chip.de/artikel/Kopfhoerer-kaufen-Auf-diesen-Funktionen-sollten-Sie-achten_85895470.html

[3] http://www.kopfhoerer.net/kopfhoerer-pflegen/

[4] http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/braucht-man-das-vibrations-kopfhoerer-1.3085135

Bildquelle: pixabay.com / StockSnap

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Neben seiner Arbeit als Technik Journalist hat sich Michael der Naturphotographie verschrieben und bereist jährlich verschiedene Länder um atemberaubende Photos zu schießen. Zudem ist er passionierter Gamer und nimmt regelmäßig erfolgreich an Online Turnieren des Spiels “League of Legends” teil.